Nach der aktualisierten KRINKO-Empfehlung müssen medizinische Handwaschplätze nicht mit warmem Wasser versorgt werden. Erforderlich sind nur leicht zugängliche Handwaschplätze mit fließendem Wasser in Trinkwasserqualität sowie Spender für Hautreinigungsmittel und Einmalhandtücher.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die von der KRINKO ausgewertete Evidenz sehen keinen relevanten Einfluss der Wassertemperatur auf die Entfernung von Mikroorganismen von den Händen. So zeigte sich nach experimenteller Kontamination mit Escherichia coli kein Unterschied zwischen dem Abspülen mit kaltem Wasser (4 °C) und warmem Wasser (40 °C).
Hinsichtlich der Wassertemperatur verweisen die Fachgesellschaften vor allem auf den Anwenderkomfort. Gleichzeitig weist das RKI auf mehrere Vorteile von Kaltwasser hin. Eine wiederholte Exposition der Hände gegenüber Wassertemperaturen von mehr als 20 °C kann Hautirritationen begünstigen. Zudem kann der Verzicht auf warmes Wasser die Ökobilanz verbessern und das Risiko einer Kontamination mit Legionellen verringern.