Das neue Gerät von Medtronic kann bei Anastomosen eingesetzt werden – wenn nach der Entfernung eines erkrankten Gewebeabschnitts zwei Darm- oder Gewebeenden wieder sicher miteinander verbunden werden müssen. Während des Eingriffs liefere die neue Technologie Informationen zur Gewebekompression und soll laut den Verantwortlichen helfen, die Kompressionskräfte an die spezifischen Gewebebedingungen anzupassen. Das Ziel: Eine möglichst präzise, stabile und schonende Verbindung des Gewebes zu schaffen.
Moderne Klammernahttechnologien unterstützen Chirurg:innen dabei, die Gewebeverbindung möglichst gleichmäßig, kontrolliert und schonend herzustellen. Durch das mithilfe des Systems gelieferte "Echtzeit-Feedback" und die angepasste Kompression erhalte man zusätzliche Informationen direkt während des Eingriffs. Dadurch kann die Präzision weiter erhöht und die Qualität der Versorgung zusätzlich unterstützt werden.
"Diese Europapremiere zeigt, dass moderne Spitzenmedizin nicht nur an großen universitären Zentren stattfindet. Auch ein regionales Krankenhaus kann Innovation aktiv mitgestalten und Patient:innen Zugang zu hochmoderner chirurgischer Technologie ermöglichen", so Hermann Nehoda, Leiter der Chirurgie im Krankenhaus St. Johann. Anfang Juni wurden die ersten Operationen mit der neuen Technologie durchgeführt – bei zwei Frauen und einem Mann. Mittlerweile wurden neun Patient:innen operiert.
Die Methode wurde bis dato in den USA und Japan in zahlreichen Fällen angewandt. Nun sei das Bezirkskrankenhaus St. Johann für die "Europapremiere" ausgewählt worden.