Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) erweitert ihr tagesklinisches Angebot an den Standorten Wien, Graz, Klagenfurt, Salzburg und Linz. Künftig sollen planbare Eingriffe verstärkt ohne mehrtägigen Krankenhausaufenthalt erfolgen. Geeignete Patient:innen werden am Tag der Operation aufgenommen und können das Spital noch am selben Tag wieder verlassen.
"Niemand liegt gerne länger im Krankenhaus als unbedingt nötig. Die Tagesklinik ermöglicht es uns, Menschen schneller zu versorgen. Damit geben wir unseren Patient:innen ein Stück Lebensqualität zurück und nutzen unsere Ressourcen so effizient wie möglich", betont AUVA-Generaldirektor Alexander Bernart. Ein konsequent umgesetztes tagesklinisches Konzept sei zudem "eine nachhaltige Antwort auf die steigenden Herausforderungen im Gesundheitswesen".
Nach Angaben der AUVA sollen künftig 50 % aller planbaren Operationen tagesklinisch durchgeführt werden. Dafür werden die bestehenden Tageskliniken ausgebaut und durch spezielle Pflegeambulanzen ergänzt. Diese begleiten Patient:innen von der Operationsvorbereitung bis zum Entlassungsmanagement und sollen eine strukturierte Nachbetreuung sicherstellen. Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Versorgungszahlen wider. Während der Anteil von Eingriffen mit kurzen Aufenthaltszeiten in den vergangenen Jahren gestiegen ist, sank die Zahl klassischer stationärer Fälle in den AUVA-Spitälern von rund 40.600 im Jahr 2019 auf rund 33.500 im Jahr 2025.
Aus medizinischer Sicht ermöglichen moderne Operations- und Anästhesieverfahren bei vielen Eingriffen eine raschere Entlassung. "Dank minimalinvasiver Chirurgie und moderner Narkoseverfahren sind wochenlange Spitalsaufenthalte bei vielen Eingriffen längst Geschichte. Eine Tagesklinik ist medizinische Präzisionsarbeit: Wir entlassen Patient:innen nur dann am selben Tag, wenn es absolut sicher ist", erklärt AUVA-Ärztedirektor Roland Frank.
Als Vorteile nennt Frank unter anderem ein geringeres Risiko für Krankenhausinfektionen sowie eine raschere Erholung im häuslichen Umfeld: "Wer nach einer Gelenks-OP abends im eigenen Bett schläft, erholt sich psychisch und physisch nachweislich schneller. Gleichzeitig halten wir so unsere Spitalsbetten für die wirklich schweren Notfälle frei."