Die aktuelle COVID-19-Impfempfehlung sieht für den Herbst 2026 weiterhin einen risikobasierten Ansatz vor. Ziel ist es, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und besonders gefährdete Personengruppen zu schützen. Die Impfung wird als saisonale Auffrischungsimpfung empfohlen und sollte möglichst vor dem erwarteten Anstieg der Infektionszahlen im Spätsommer und Herbst erfolgen.
Eine Auffrischungsimpfung wird grundsätzlich allen Personen ab dem vollendeten 12. Lebensjahr empfohlen, die ihr Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf reduzieren möchten. Besonders empfohlen wird die Impfung jedoch für:
- Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf entsprechend den im österreichischen Impfplan definierten speziellen Indikationen,
- alle Personen ab 60 Jahren,
- Beschäftigte im Gesundheitswesen aufgrund des erhöhten Expositionsrisikos,
- darüber hinaus alle Personen ab dem vollendeten 12. Lebensjahr, die einen zusätzlichen Schutz wünschen.
Für die saisonale Auffrischungsimpfung sollte ein Mindestabstand von sechs Monaten zur letzten SARS-CoV-2-Exposition eingehalten werden. Als Exposition gelten sowohl eine durchgemachte Infektion als auch eine COVID-19-Impfung. Bei Menschen ohne besondere Risikofaktoren wird ein Abstand von etwa zwölf Monaten empfohlen. Immunsupprimierte oder immungeschwächte Personen können bei entsprechender Indikation auch früher geimpft werden. Ein Mindestabstand von vier Monaten zur vorangegangenen Exposition sollte jedoch nicht unterschritten werden.
Für Kinder im Alter von sechs Monaten bis unter fünf Jahren ohne bisherige Exposition wird weiterhin eine Grundimmunisierung mit zwei Impfstoffdosen im Abstand von acht Wochen empfohlen. Wurde bereits eine SARS-CoV-2-Infektion oder eine Impfung dokumentiert, ist bei Kindern mit Risikofaktoren eine einzelne Impfung vorgesehen. Für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren wird eine einmalige Auffrischungsimpfung primär bei Vorliegen von Risikofaktoren empfohlen.
Für die Saison 2026/27 stehen Variantenimpfstoffe gegen unterschiedliche, jedoch immunologisch eng verwandte Viruslinien zur Verfügung. Nach Einschätzung des Nationalen Impfgremiums ist davon auszugehen, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe einen vergleichbaren Schutz gegenüber den aktuell zirkulierenden Varianten bieten. Sowohl Impfstoffe gegen die Variante LP.8.1 als auch gegen die Variante XFG können im Herbst 2026 verwendet werden.
Für die Anwendung bedeutet dies, dass die Impfstoffwahl in erster Linie von der Verfügbarkeit vor Ort bestimmt werden kann. Mehr Informationen zu Dosierung, Impfschemata und den verfügbaren Impfstoffen finden Sie hier.