Im Rahmen der Studie wurden 500 männliche Wehrpflichtige im Alter von 18 Jahren untersucht. Teilnehmer mit einer vorangegangenen Covid-19-Erkrankung wurden über nach der Infektion anhaltende oder neue Symptome befragt. Als Marker für Adipositas wurde dabei einerseits ein BMI von 30 oder höher und ein Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis von mehr als 0,5 genutzt.
Von den 376 Teilnehmern mit einer vorangegangenen Covid-19-Erkrankung entwickelten 21 % ein Post-Covid-19-Syndrom. Personen mit einem BMI gleich oder größer 30 hatten häufiger ein Post-Covid-Syndrom als normalgewichtige Personen (15 % vs. 5 %). Mit Adipositas erhöhte sich damit das Risiko um den Faktor 2,8.
Das Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis wird mittlerweile als besserer Maßstab für Bauchfett und das Herz-Kreislauf-Risiko gesehen. Auch nach dem Taillen-zu-Körpergröße-Verhältnis zeigt sich für Übergewichtige ein höheres Post-Covid-Syndrom Risiko. 26 % der Männer mit Adipositas berichteten von dem Syndrom, versus 14 % der nicht Betroffenen. In diesem Fall erhöht sich das Risiko um 2,18.