Hausärzt:in 01/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Evidenzbasierte Ergänzung zur Schulmedizin – von Akupunktur bis Homöopathie

Akupunktur, Homöopathie & Co.
Komplementärmedizinische Maßnahmen haben in Österreich eine hohe Akzeptanz: Rund zwei Drittel der Österreicher:innen vertrauen auf komplementärmedizinische Methoden.
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Komplementärmedizin – also medizinische Verfahren, die neben der konventionellen (Schul-) Medizin angewendet werden, hat in Österreich einen festen Platz in der Gesundheitslandschaft, wird aber in Bezug auf Wirksamkeit, Regulierung und Anwendung stark unterschiedlich beurteilt. Der folgende Artikel beleuchtet zentrale Aspekte dieser Debatte, welche Methoden als anerkannt gelten, für welche es keinen Wirksamkeitsnachweis gibt und bei welchen Beschwerden einzelne Verfahren helfen können.
Inhaltsverzeichnis

Komplementärmedizin umfasst ein breites Spektrum von Ansätzen, die meist eine ganzheitliche Sicht auf Gesundheit und Krankheit betonen. Dazu zählen unter anderem die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), Osteopathie und weitere naturheilkundliche oder energetische Methoden. Grundsätzlich basiert Komplementärmedizin auf anderen theoretischen Modellen als die evidenzbasierte Medizin, etwa auf dem Gleichgewicht innerer Kräfte oder der Aktivierung von Selbstheilungskräften. Das österreichische Gesundheitsministerium definiert sie als Sammlung von Verfahren, die auf anderen Modellen der Krankheitsentstehung und -behandlung beruhen als schulmedizinische Ansätze.1