Dadurch werden auch Angehörige oder andere Personen in der Nähe aufmerksam gemacht und können unterstützend eingreifen, um weiteren Schaden vom Individuum oder von einer Gruppe abzuwenden.
Äußert sich Schmerz akut, ist es wichtig, diese Warnfunktion diagnostisch zu nutzen. Qualität, Intensität und Lokalisation des Schmerzes können entscheidende Hinweise auf die Ursache liefern und sind daher für die weitere Abklärung von großer Bedeutung.
Persistiert der Schmerz über die subakute Phase hinaus und hält länger an als etwa drei bis sechs Monate, spricht man von chronischem Schmerz. In solch einem Stadium reicht ein einfaches Reiz-Reaktions-Modell zur Erklärung häufig nicht mehr aus. Mit zunehmender Schmerzdauer treten komplexe pathophysiologische Veränderungen im Nervensystem auf, und psychologische sowie soziale Faktoren gewinnen an Bedeutung.