Die wichtigsten sind ein sinkender Energiebedarf bei gleichzeitig steigendem Proteinbedarf, eine Verlangsamung des Stoffwechsels, andere hormonelle Regulationsmechanismen, chronische Entzündungsprozesse ("Inflammaging") sowie eine verminderte Resorptionskapazität im Gastrointestinaltrakt. Hinzu kommen häufig altersassoziierte Begleiterkrankungen und funktionelle Einschränkungen, etwa reduzierte Mobilität, kognitive Beeinträchtigungen, Depressionen sowie Nebenwirkungen medikamentöser Therapien, z. B. Mundtrockenheit, Übelkeit oder Appetitlosigkeit.
Ernährung erfüllt im höheren Lebensalter nicht nur physiologische, sondern auch zentrale soziale und emotionale Funktionen: Regelmäßige Mahlzeiten strukturieren den Tag, fördern das Gemeinschaftsgefühl und wecken Erinnerungen. Demnach beeinträchtigen Einsamkeit und soziale Isolation die Nahrungsaufnahme erheblich.
Vor diesem Hintergrund treten bei älteren Menschen gehäuft ernährungsbezogene Probleme auf. Am öftesten liegen eine Protein-Energie-Mangelernährung/-Malnutrition, diverse Mikronährstoffmängel, Sarkopenie, Adipositas oder hypertone Dehydratation vor. Diese Zustände sind nicht selten kombiniert vorzufinden, z. B. in Form einer Mangelernährung mit begleitender Sarkopenie oder einer sarkopenen Adipositas.