Hausärzt:in 02/2024

Krebs: Regelmäßig auf Angst und Depression screenen

Krebskranke Frau schaut nachdenklich aus dem Fenster
Die Psyche in allen Phasen der Erkrankung im Blick behalten.
© fizkes / shutterstock.com

Angst und Depression stellen die häufigsten psychischen Störungen bei onkologischen Patient:innen dar, wobei ein gemischtes Vorliegen verbreitet ist.

Inhaltsverzeichnis

Die psychischen Folgen einer Krebserkrankung werden oftmals unterschätzt: Symptome werden als „normale“ Reaktion auf die Diagnose abgetan oder als sekundär gegenüber den körperlichen Beschwerden betrachtet.1

Natürlich können sich auch non-pathologische Zustände wie Sorgen, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit nach der Diagnose einer malignen Erkrankung zeigen, die von psychiatrischen Syndromen abzugrenzen sind.2

Werden psychische Störungen nicht adäquat behandelt, kann das zu einer schlechteren Prognose führen. Physische Symptome wie Schmerz oder Übelkeit treten vermehrt auf und es kommt zu einer verstärkten Inflammation. Zudem sind Mortalität und Suizidrisiko erhöht. Nicht zuletzt nimmt die Adhärenz hinsichtlich der onkologischen Therapie ab.1,2