Hausärzt:in 05/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

"Reality first" statt Dauer-Scrolling

Die Expert:innen von links nach rechts: Prof.in Wimmer-Puchinger, Ministerin Schumann, Mag.a Haid und Dr. Scheibenbogen.
Die Expert:innen von links nach rechts: Prof.in Wimmer-Puchinger, Ministerin Schumann, Mag.a Haid und Dr. Scheibenbogen.
© BMASGPK/David Habermann
Expert:innen warnten bei einem Pressegespräch im Gesundheitsministerium vor den psychischen Folgen einer exzessiven Nutzung von Instagram, TikTok, Snapchat und Co. und forderten konsequente Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Inhaltsverzeichnis

Digitale Medien sind längst ein selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig gilt mittlerweile als wissenschaftlich belegt: Nutzen junge Menschen bereits vor dem 14. Lebensjahr Smartphones und Social-Media-Anwendungen intensiv, zeigen sich zehn Jahre später vermehrt Symptome einer Depression bis hin zu Suizidgedanken und einem Gefühl der Entfremdung.

"Nur wenn wir als Gesellschaft regulierend eingreifen und gleichzeitig die Kompetenz unserer Kinder im Umgang mit digitalen Medien stärken, bewahren wir die nächsten Generationen davor, in einer digitalen Welt aufzuwachsen, die als Nährboden für psychische Probleme fungiert", erklärte Priv.-Doz. Mag. Dr. Oliver Scheibenbogen, klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe und wissenschaftliche Leiter des ORF/Dok1-Handyexperiments beim Pressegespräch "Gesund aus der Krise. Was Social Media mit der Psyche von jungen Menschen macht" am 27. Mai im Gesundheitsministerium in Wien.