Während die weltweite Durchimpfungsrate bei der dritten Dosis gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis bei 93 % liegt, befindet sich Österreich mit 85 % am unteren Ende der Liste. Dafür befindet es sich bei den Neuinfektionen mit Masern im europäischen Spitzenfeld. Im Vergleich zum Vorjahr ist zudem eine Verdreifachung der Hepatitis-A-Erkrankungen zu verzeichnen. Beim Keuchhusten verhält es sich ähnlich: Im Jahr 2023 wurden rund 2.800 Fälle von Keuchhusten gemeldet, während es 2024 insgesamt 15.465 waren. Das entspricht annähernd dem Infektionsgeschehen von 1959 – also der Zeit vor Einführung des nationalen Impfprogrammes. "Wir beobachten derzeit, dass Krankheiten, die wir durch hohe Durchimpfungsraten nahezu eliminiert hatten, wieder vermehrt auftreten", betont Univ. Prof.in Wiedermann-Schmidt. "Da die Impfakzeptanz in der Bevölkerung stark gesunken ist, müssen wir bei Aufklärung und Kommunikation bessere oder neue Wege gehen."
Pressekonferenz zum Impftag: Der Impfmüdigkeit begegnen
MR Dr. Rudolf Schmitzberger (Leiter des Referats für Impfangelegenheiten der Österreichischen Ärztekammer)
Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger (2. Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer)
Univ. Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt (Fachärztin für Immunologie & Spezifische Prophylaxe und Tropenhygiene)
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