Hausärzt:in 12/2025
Ärzt:in Assistenz 2025

Pressekonferenz zum Impftag: Der Impfmüdigkeit begegnen

Impfung
Masern, Keuchhusten & Co. auf dem Vormarsch
© Centers for Disease Control and Prevention/ unsplash.com
Unter dem Titel "I'm back – da geht mir das Geimpfte auf!" findet am 17. Jänner 2026 der Österreichische Impftag statt. Bei einer Pressekonferenz im Vorfeld sprachen Univ.-Prof.in Dr.in Ursula Wiedermann-Schmidt, MD, PhD, MSc sowie MR Dr. Rudolf Schmitzberger und Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger über den großen Aufholbedarf bei der Impfbeteiligung.
Inhaltsverzeichnis
Expertise
Rudolf Schmitzberger

MR Dr. Rudolf Schmitzberger (Leiter des Referats für Impfangelegenheiten der Österreichischen Ärztekammer)

Gerhard Kobinger

Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger (2. Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer)

Ursula Wiedermann-Schmidt

Univ. Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt (Fachärztin für Immunologie & Spezifische Prophylaxe und Tropenhygiene)

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Während die weltweite Durchimpfungsrate bei der dritten Dosis gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis bei 93 % liegt, befindet sich Österreich mit 85 % am unteren Ende der Liste. Dafür befindet es sich bei den Neuinfektionen mit Masern im europäischen Spitzenfeld. Im Vergleich zum Vorjahr ist zudem eine Verdreifachung der Hepatitis-A-Erkrankungen zu verzeichnen. Beim Keuchhusten verhält es sich ähnlich: Im Jahr 2023 wurden rund 2.800 Fälle von Keuchhusten gemeldet, während es 2024 insgesamt 15.465 waren. Das entspricht annähernd dem Infektionsgeschehen von 1959 – also der Zeit vor Einführung des nationalen Impfprogrammes. "Wir beobachten derzeit, dass Krankheiten, die wir durch hohe Durchimpfungsraten nahezu eliminiert hatten, wieder vermehrt auftreten", betont Univ. Prof.in Wiedermann-Schmidt. "Da die Impfakzeptanz in der Bevölkerung stark gesunken ist, müssen wir bei Aufklärung und Kommunikation bessere oder neue Wege gehen."