Hausärzt:in 02/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Neurologie: KI, Prävention und Empathie

Die Experten von links nach rechts: Univ.-Prof. Dr. Johannes Fellinger, Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg R. Weber, und Univ.-Prof. Dr. Christian Enzinger.
© ÖGN
Am 4. März lud die Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) zu einem Pressegespräch, bei dem zentrale Entwicklungen des Fachgebiets diskutiert wurden, von den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz über neue Ansätze in der Prävention bis hin zur Bedeutung inklusiver Medizin.
Inhaltsverzeichnis

Die Neurologie befindet sich im Wandel. Technologische Innovationen, insbesondere Künstliche Intelligenz (KI), eröffnen neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für die enorme Bedeutung von Prävention sowie für eine patient:innenzentrierte und inklusive Versorgung. Diese Themen standen im Mittelpunkt einer Pressekonferenz der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN), bei der Experten aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der modernen Neurologie diskutierten.

Neurologische Erkrankungen gehören zu den größten Herausforderungen für moderne Gesundheitssysteme und sind weltweit die häufigste Ursache für mit Behinderung verbrachte Lebensjahre. Auch in Österreich ist die Krankheitslast erheblich: Jährlich erleiden rund 20.000 Menschen einen Schlaganfall, und etwa 170.000 Personen leben derzeit mit Demenz, mit steigender Tendenz aufgrund der demografischen Entwicklung.