Weil das Alter einer der stärksten Risikofaktoren für klimabedingte Morbidität ist, entsteht hier eine doppelte Herausforderung: Klimatische Stressoren treffen auf eine reduzierte physiologische Reservekapazität.
Folglich führt das Zusammenspiel von Immunseneszenz und umweltverstärkter Inflammation unter älteren Individuen zu einer höheren Inzidenz, einem schwereren Verlauf und einer erhöhten Mortalität bei viralen, bakteriellen und mykotischen Infektionen (z. B. Influenza, COVID-19, Harnwegsinfekte). Ein besseres Verständnis dieser komplexen bidirektionalen Wechselwirkungen ist essenziell für die Entwicklung gezielter Interventionen, etwa verbesserter Impfstrategien und Modifikationen des Lebensstils, um die Gesundheitsspanne älterer Menschen zu verlängern.