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Ärzt:in Assistenz 2026

Geriatrie, Infektionen und Umwelt

ein Hand die auf einem Baumstamm liegt
Das Alter: einer der stärksten Risikofaktoren für klimabedingte Morbidität.
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Die aktuelle gesundheitspolitische Lage ist durch das Zusammentreffen zweier globaler Megatrends geprägt: des demografischen Wandels und des Klimawandels. Man rechnet mit einer Verdreifachung der über 80-jährigen Bevölkerung bis zum Jahr 2050. Gleichzeitig steigt die Belastung durch immer intensivere und längere Hitzewellen in Europa.
Inhaltsverzeichnis
Autor:in
Hans Jürgen Heppner

Univ.-Prof. Dr. Hans Jürgen Heppner, MHBA (Direktor der Klinik für Geriatrie und Leiter der Geriatrischen Tagesklinik, Klinikum Bayreuth, Professor für Geriatrie am Medizincampus Oberfranken/ Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

Weil das Alter einer der stärksten Risikofaktoren für klimabedingte Morbidität ist, entsteht hier eine doppelte Herausforderung: Klimatische Stressoren treffen auf eine reduzierte physiologische Reservekapazität.

Folglich führt das Zusammenspiel von Immunseneszenz und umweltverstärkter Inflammation unter älteren Individuen zu einer höheren Inzidenz, einem schwereren Verlauf und einer erhöhten Mortalität bei viralen, bakteriellen und mykotischen Infektionen (z. B. Influenza, COVID-19, Harnwegsinfekte). Ein besseres Verständnis dieser komplexen bidirektionalen Wechselwirkungen ist essenziell für die Entwicklung gezielter Interventionen, etwa verbesserter Impfstrategien und Modifikationen des Lebensstils, um die Gesundheitsspanne älterer Menschen zu verlängern.