Hausärzt:in 01/2026
Ärzt:in Assistenz 2025

Schlafstörungen: Ein weit verbreitetes Problem

Eine neue Metaanalyse untersuchte die Häufigkeit von Schlafstörungen und die daraus entstehenden Kosten.

Obwohl Schlafstörungen erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Gehirns haben, gibt es bisher kaum epidemiologische und ökonomische Studien dazu.  

Eine neue Studie kam jetzt zu dem Ergebnis, dass Schlafstörungen in Europa häufiger sind als bisher angenommen. Berücksichtigt wurden dabei die obstruktive Schlafapnoe (OSA), Schlaflosigkeit, Narkolepsie, Restless-Legs-Syndrom (RLS) und die sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörung. Die Analyse untersuchte Daten aus 47 europäischen Ländern und identifizierte dabei Wissenslücken. In Europa sind 31 % der Erwachsenen laut der Studie von Schlafstörungen betroffen. Die Häufigkeit variiert dabei von 18 % mit OSA, 10 % mit Schlaflosigkeit, 3 % mit RLS, 0,03 % mit Narkolepsie und 0,009 % mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung.

Zusätzlich wurde auch der wirtschaftliche Schaden berechnet, der durch Schlafstörungen verursacht wird. Die OSA war die kostenintensivste Schlafstörung mit 184 Milliarden Euro, gefolgt von Schlaflosigkeit (158 Milliarden Euro), RLS (79 Milliarden Euro), Narkolepsie (905 Millionen Euro) und RBD (436 Millionen Euro).

Die Wissenschaftler:innen appellieren daher an die Politik, dieses Problem ernst zu nehmen, denn bisher wird die Rolle der Schlafgesundheit in Strategien der öffentlichen Gesundheit vernachlässigt.