Hausärzt:in 02/2024

KHK: Verzehr von fettem Fisch beeinflusst genetische Disposition

In einer groß angelegten internationalen Beobachtungsstudie mit Daten von 40.000 Personen untersuchten Forscher:innen des Karolinska Institutet die Rolle von mehrfach ungesättigtem Fett, wie etwa in Lachs enthalten ist, zur Modifizierung des kardiovaskulären Risikos bei Personen mit einer familiären Vorgeschichte.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien zwar bis zu einem gewissen Grad erblich bedingt, bislang war es jedoch schwierig, die steuernden Gene zu identifizieren. Aus diesem Grund bündelten die Forscher:innen die Daten von 40.000 Menschen ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen und untersuchten den Effekt der Wechselwirkung zwischen Familiengeschichte und Nahrungsaufnahme.

Im Nachbeobachtungszeitraum litten fast 8.000 Personen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei lag das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bei jenen, die sowohl eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bei einem nahen Verwandten als auch niedrige Werte der Omega-3-Fettsäuren EPA/DHA hatten, bei 40 %. Das erhöhte Risiko für diejenigen, die „nur“ in der unmittelbaren Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten und keine niedrigen Werte der Omega-3-Fettsäuren lag dagegen bei 25 %.

Laut Forschungsleiterin Karin Leander lege die Studie nun nahe, dass Menschen mit einer familiären Vorgeschichte von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eher davon profitieren, mehr fetten Fisch zu essen als andere. Schließlich seien bei allen Studienteilnehmer:innen die EPA/DHA-Spiegel gemessen worden. Da diese Fettsäuren nicht vom Körper selbst hergestellt werden können, seien diese, laut Leander, ein verlässliches Maß für die Nahrungsaufnahme von fettem Fisch.

Die Studie wurde jetzt in der Zeitschrift Circulation veröffentlicht.

Role of Polyunsaturated Fat in Modifying Cardiovascular Risk Associated With Family History of Cardiovascular Disease: Pooled De Novo Results From 15 Observational Studies