Hausärzt:in 05/2024

Grazer Frauenklinik: Upgrade für die onkologische Ambulanz

Zum Internationalen Tag der Frauengesundheit am 28. Mai gibt die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) einen Ausblick auf die bevorstehende Modernisierung der Onkologie-Ambulanz: Mehr Platz und zusätzliche Behandlungsliegen sollen Arbeitsabläufe erleichtern, Wartezeiten verkürzen und für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

Vor 20 Jahren wurde die onkologische Ambulanz im Westflügel der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am LKH-Universitätsklinikum Graz zuletzt umgebaut. Patientinnen mit Brustkrebs, Eierstockkrebs, Vulvakarzinom, Gebärmutterschleimhautkrebs und Gebärmutterhalskrebs werden dort ganzheitlich behandelt – von Ärzt:innen, Klinischen Psycholog:innen und Cancer Nurses. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich die Therapiemöglichkeiten deutlich erweitert: Neu dazu kamen Immuntherapien und Antikörpertherapien. Außerdem werden mehr adjuvante Therapien durchgeführt – solche, die nach der eigentlichen Tumorbehandlung ein Wiederauftreten des Krebses verhindern sollen. "Viele Behandlungen können zwar ambulant durchgeführt werden, laufen aber über mehrere Stunden, weshalb die Patientinnen ihre Therapieliege für eine größere Zeitspanne benötigen", erläutert KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark. 

"Ursprünglich waren in der gynäkologischen Onkologie-Ambulanz fünf genehmigte Therapieplätze für derartige Infusionsbehandlungen vorgesehen. Mit der Neustrukturierung und Sanierung, die im heurigen August beginnen soll, wird deren Anzahl auf neun erhöht und zusätzlich die gesamte Raumsituation für Patientinnen und Mitarbeiter:innen verbessert", fährt Stark fort. Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, Vorstand für Finanzen und Technik in der KAGes erklärt: "Die Vergrößerung des Therapiebereichs einerseits und ein optimiertes Raumdesign andererseits werden dazu beitragen, die Patientinnen bestmöglich zu versorgen und für die Mitarbeiter:innen ein verbessertes Arbeitsumfeld zu schaffen." Der Betrieb läuft während der mit zehn Monaten veranschlagten Bauzeit in alternativen Räumlichkeiten ungestört weiter.

Gestaltet wird das Therapiezimmer vom Team der KAGes-Fachabteilung Technik und Bau: Die Raumatmosphäre soll durch helle Farben mit naturnahen Motiven an den Wänden, einer geräuschdämpfenden Akustikdecke und angenehm warmer Wandbeleuchtung verbessert werden. Der zentrale Arbeitsplatz für die Pflegekräfte wird sich in der Mitte befinden. Ebenfalls eingeplant ist eine Nische mit Waschbecken für die Cooling-Cap-Behandlung. Auch der Raum für die Fachärzt:in, in dem Beratungsgespräche stattfinden, sowie der Untersuchungsraum werden vergrößert. "Besonderes Augenmerk bei der Neugestaltung der Räume wird sowohl auf reibungslose Arbeitsabläufe gelegt als auch auf größtmögliche Privatsphäre", so Ing. Mag. Thomas Hofer, Direktor für Technik und IT.