Hausärzt:in 09/2026
Ärzt:in Assistenz 2026

EloraTZP: Neue Phase-2b-Daten bei Adipositas und Typ-2-Diabetes

Die Kombination aus dem Amylin-Rezeptor-Agonisten Eloralintid und dem dualen GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Tirzepatid zeigte in einer Phase-2b-Studie Vorteile hinsichtlich Gewichtsverlust und Blutzuckerkontrolle.

Neue Daten einer Phase-2b-Studie, die auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) 2026 in Mailand vorgestellt wurden, zeigen, dass die Kombination aus Eloralintid und Tirzepatid (EloraTZP) bei Patient:innen mit Adipositas und Typ-2-Diabetes zu einer Gewichtsreduktion von bis zu 23,3 % sowie zu einer deutlichen Verbesserung der glykämischen Kontrolle führte.

In der Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit des selektiven Amylin-Rezeptor-Agonisten Eloralintid in Kombination mit dem dualen GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Tirzepatid untersucht. Eingeschlossen waren 367 Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Amylin sowie die Inkretinhormone GIP und GLP-1 spielen eine zentrale Rolle bei der Regulation von Sättigung, Nahrungsaufnahme und Glukosestoffwechsel. Durch die Kombination der unterschiedlichen Wirkmechanismen sollen mehrere hormonelle Signalwege gleichzeitig adressiert werden.

Nach 48 Wochen erreichten alle vier untersuchten Dosiskombinationen von EloraTZP die primären und sekundären Studienendpunkte. Neben einer ausgeprägten Gewichtsreduktion wurden klinisch relevante Verbesserungen der Blutzuckerkontrolle beobachtet, gemessen anhand der Veränderung des HbA1c-Werts.

Bei einem Ausgangsgewicht von durchschnittlich 105,4 kg führte die niedrigste Dosierung von EloraTZP (Eloralintid 3 mg plus Tirzepatid 5 mg) zu einer mittleren Gewichtsabnahme von 13,2 %. Gleichzeitig sank der HbA1c-Wert ausgehend von durchschnittlich 8,1 % um 2,2 Prozentpunkte. Unter der höchsten untersuchten Dosierung (Eloralintid 9 mg plus Tirzepatid 15 mg) wurde eine mittlere Gewichtsreduktion von 23,3 % erreicht. Parallel dazu verringerte sich der HbA1c-Wert um durchschnittlich 2,9 Prozentpunkte.

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren gastrointestinaler Natur, überwiegend leicht bis moderat ausgeprägt und traten vor allem während der Dosiseskalation auf. Im Vergleich zu den jeweiligen Monotherapien wurden gastrointestinale Nebenwirkungen unter der Kombinationstherapie häufiger beobachtet.