Opioide sind unverzichtbar in der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen – besonders in der Onkologie. Gleichzeitig gehört die opioidinduzierte Obstipation (OIC) zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Opioidtherapie. Sowohl schwache Opioide wie Tramadol oder Codein als auch starke Opioide wie Morphin oder Oxycodon können eine OIC hervorrufen. Einige Symptome einer OIC ähneln jenen anderer Formen der Obstipation. Von ihnen unterscheidet sich die OIC grundsätzlich durch ihre klar erkennbare Ursache – nämlich durch die pharmakologische Wirkung von Opioiden auf μ-Rezeptoren im gastrointestinalen Nervensystem. Die daraus resultierende Hemmung der Motilität, des Flüssigkeitstransports und der Sekretion im Darm führt zu typischen Beschwerden der OIC.
Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen: Bis zu 1 % der Bevölkerung ist betroffen. Mehr als die Hälfte der Patient:innen kann durch Medikamente anfallsfrei werden. Doch bei seltenen Epilepsie-Syndromen wie dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS), dem Dravet-Syndrom (DS) und der Tuberösen Sklerose (TSC) ist dies kaum der Fall. Bei diesen entwicklungsbedingten und epileptischen Enzephalopathien (DEEs) steht daher die Reduktion von Anfällen und die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund.