Hausärzt:in 02/2024

Pneumotoxische Wirkstoffe: Wenn Arzneimittel die Lunge schädigen

Formation aus Wald, der wie eine Lunge aussieht
Das Spektrum der unerwünschten pulmonalen Nebenwirkungen reicht von trockenem Husten bis zum akuten Lungenversagen.
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Husten zählt zu den häufigsten Symptomen in der Hausarztpraxis. Doch nicht immer steckt ein harmloser grippaler Infekt dahinter. Mitunter können Arzneimittel trockenen Husten oder andere Lungenbeschwerden verursachen. Während ein banaler Erkältungshusten in der Selbstmedikation gut mit Phytotherapeutika wie Efeu, Thymian oder Pelargonium behandelbar ist, erfordert ein arzneimittelinduzierter Husten ein völlig anderes therapeutisches Vorgehen.

Pulmonale Nebenwirkungen sind für mehr als 350 Arzneimittel beschrieben und können alle Abschnitte der Lunge betreffen. Das Spektrum der unerwünschten Reaktionen reicht von trockenem Husten bis zum akuten Lungenversagen. Gewisse Wirkstoffe und Wirkstoffklassen sind dafür bekannt, besonders häufig Komplikationen bei Atmungsorganen hervorzurufen. Hierzu zählen Biologika, Chemotherapeutika, Antihypertensiva, Antibiotika und Antiarrhythmika. Ein aufmerksamer Blick auf die Medikationsliste kann also durchaus lohnend sein. Vier wichtige pneumotoxische Arzneistoffe, mit denen die Hausärz:tin in der täglichen Praxis oft zu tun hat, werden im Folgenden vorgestellt.