Der Durchbruch der ersten Milchzähne fällt in eine entwicklungsphysiologisch sensible Phase, in der gleichzeitig zentrale Reifungsprozesse des kindlichen Immunsystems stattfinden.
Lokal kommt es beim Zahndurchbruch zu einer entzündlichen Reaktion des Gingivagewebes. Klinisch zeigen sich häufig ein gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, ein vermehrter Speichelfluss und gesteigertes Kaubedürfnis, Unruhe sowie ein verändertes Schlaf- und Essverhalten. Auch eine leicht erhöhte Körpertemperatur kann beobachtet werden.
Als besonders belastend wird der Durchbruch der ersten Schneidezähne beschrieben. Im Unterkiefer erfolgt dieser typischerweise im Alter von etwa sechs bis zehn Monaten, im Oberkiefer zwischen acht und zwölf Monaten.
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