Hausärzt:in 02/2024

Die Fibrose verlangsamen

Schildkröte  wandert ins Bild
Die Erkrankung hat eine schlechte Prognose, eine frühe Diagnose und Therapie sind essenziell.
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Die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) zählt zwar zu den Seltenen Erkrankungen, jedoch steigt die Prävalenz in der Risikogruppe der männlichen Raucher bzw. Exraucher über 65 Jahre deutlich an.

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Medizinische Expertise
 David Lang

OA Priv.-Doz. Dr. David Lang, PhD (Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Kepler Universitätsklinikum, Uniklinik für Innere Medizin 4, Pneumologie, stv. Leitung der Expert:innengruppe ILD und „Orphan Diseases“)

„An die idiopathische Lungenfibrose sollten Mediziner:innen vor allem bei unklaren Atemnotzuständen und/oder Reizhusten in der Risikogruppe der männlichen Raucher bzw. Exraucher über 65 Jahre denken“, rät der Pneumologe OA Priv.-Doz. Dr. David Lang, PhD, vom Kepler Universitätsklinikum aus seiner Erfahrung. Die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) zählt zwar zu den Seltenen Erkrankungen, jedoch steigt in der von OA Lang genannten Risikogruppe die Prävalenz deutlich an. Eine fortschreitende Lungenvernarbung unklarer Ursache führt zu zunehmender Atemnot, Husten, Leistungsabfall und schließlich zum Atemversagen. „Die Prognose ist ungünstig, die meisten Patient:innen leben kürzer als fünf Jahre nach Diagnosestellung. Da es spezifische zielgerichtete Medikamente gibt, die den Fibroseprozess hemmen können, ist eine frühe Diagnose und Therapie wichtig, um die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten“, ergänzt der Lungenfacharzt.