Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine ernstzunehmende systemische Skeletterkrankung, die bei Männern ab dem 50. Lebensjahr und bei postmenopausalen Frauen diagnostiziert werden kann, wenn die mittels Knochendichtemessung erfasste Knochenmineraldichte 2,5 Standardabweichungen unter dem mittleren Normwert gesunder junger Erwachsener liegt (T-Score ≤ –2,5). Außerdem sollte an eine Osteoporose gedacht werden, wenn eine Fraktur unter einem Trauma auftritt, das der Krafteinwirkung eines Sturzes aus Standhöhe oder darunter entspricht.1
Charakterisiert ist die Erkrankung durch eine verminderte Knochenmasse sowie eine gestörte Mikroarchitektur des Knochens. Sie geht bei Betroffenen mit einem deutlich erhöhten Risiko einher, Fragilitätsfrakturen zu erleiden. Diese Frakturen können bereits nach geringfügigen Belastungen auftreten und führen nicht selten zu bleibenden funktionellen Einschränkungen, Pflegebedürftigkeit und erhöhter Mortalität. Angesichts der demografischen Entwicklung zählt Osteoporose zu den bedeutenden Herausforderungen der modernen Gesundheitsversorgung. Eine frühzeitige Diagnose und eine evidenzbasierte Therapie sind daher entscheidend, um Frakturen zu verhindern und die Lebensqualität der Betroffenen langfristig zu erhalten.1