Hausärzt:in 02/2024

Akne und Ekzeme: Welche Hilfestellungen gibt es?

Comic von einem bunten Gesicht mit Farbflecken
Tipps und Ratschläge, die Ärzt:innen Betroffenen mitgeben können.
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Bei Ekzemen handelt es sich bekanntlich um nichtinfektiöse Entzündungen der Haut, welche jucken und auch nässen können, in manchen Fällen bilden sich Bläschen. Leichte Formen lassen sich gut mit rezeptfreien Mitteln behandeln.

Medizinische Expertise
Barbara Gruber

OÄ Dr.in Barbara Gruber (Fachärztin für Dermatologie, Oberärztin der dermatologischen Abteilung im Klinikum Wels-Grieskirchen)

Tritt das Beschwerdebild wiederholt auf oder entwickelt sich eine Infektion, so ist ärztlicher Rat unerlässlich. Unterschieden werden zwei Formen – endogene und exogene Ekzeme. „Endogene Ekzeme gehen auf innere Einflussfaktoren wie zum Beispiel Vererbung zurück. Entstehen Entzündungen der Haut durch äußere Einflüsse, unter anderem durch Allergien, Sonne oder Stress, spricht man von exogenen Ekzemen“, erläutert Dr.in Barbara Gruber, Oberärztin am Klinikum Wels-Grieskirchen. Ärzt:innen können Betroffenen folgenden Tipp für eine erfolgreiche Ekzembehandlung mitgeben: „Einerseits feucht auf feucht, bei nässenden Hautstellen helfen feuchte Umschläge und Cremes mit hohem Wasseranteil. Andererseits fett auf trocken, schuppige Stellen können gut mit einer fettreichen Salbe behandelt werden“, so die Dermatologin. Topische Glukokortikoide eignen sich zur Anwendung bei Erwachsenen im Falle eines akuten Entzündungsschubes und werden bei stark ausgeprägtem Beschwerdebild anfänglich zweimal täglich aufgetragen. Die Entzündung sollte laut OÄ Gruber innerhalb einiger Tage abklingen, anschließend kann das Präparat je nach Wirkstoffkonzentration bis zu vier Wochen einmal täglich verwendet werden.

Ein besonders unangenehmes Symptom, von dem Patient:innen bei Ekzembildung geplagt sein können, ist Juckreiz. Auch hier ist es wichtig, den Betroffenen Hilfestellungen zu geben und ihnen zu erklären, weshalb das Kratzen tunlichst unterlassen werden sollte. „Nur so lassen sich Verletzungen der Hautschicht vermeiden, welche zu Infektionen führen“, unterstreicht die Oberärztin. Tritt der Juckreiz bei trockenen Hautpartien auf, können kühle, feuchte Umschläge Abhilfe schaffen, außerdem beispielsweise Antihistaminika. Auch Produkte, welche Fett oder Urea beinhalten, mildern die Beschwerden. Sobald die Symptome abgeklungen sind, ist eine spezielle auf den Hauttyp abgestimmte Pflege wichtig, um ein Wiederauftreten zu verhindern. Patient:innen sollten unbedingt dazu angehalten werden, eine Ärzt:in aufzusuchen, falls das Ekzem erneut auftrete, sich ausbreite, massiv jucke oder sich infiziere, betont die Expertin.