HEARTS Kongress 2026
| Datum: | am 5. November 2026 |
| Zeit: | 08:00 – 18:00 |
| Location: | Sophie7 |
| Ort: | Apollogasse 21, 1070 Wien |
| Kontakt: |
HEARTS Sync Innovations GmbH Schottenring 17/1 1010 Wien |
Der Kongress steht heuer unter dem Motto Beyond Nature. Als interdisziplinäres Meeting zur Zukunft der Herzmedizin bringt HEARTS erneut Herzchirurgie, Kardiologie, Wissenschaft und medizinische Innovation zusammen und richtet sich 2026 erstmals verstärkt auch an ein internationales Publikum.
Unter BEYOND LIFETIME stehen Advanced Heart Failure, Ventricular Unloading, LVAD-Therapie und Herztransplantation im Mittelpunkt. Diskutiert wird unter anderem, welche Patient:innen durch moderne Kreislaufunterstützung heute behandelbar sind, die noch vor wenigen Jahren als Grenzfälle galten, und ob Patient:innen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz häufig noch zu spät an spezialisierte Zentren überwiesen werden.
Mit TOWARDS 12 DEGREES OF FREEDOM richtet sich der Blick anschließend auf die technologische Entwicklung der modernen Herzchirurgie. Robotische und minimalinvasive Koronarrevaskularisation, TECAB, CABG, endoskopische Verfahren sowie minimalinvasive und transkatheterbasierte Klappentherapien zeigen, wie stark sich die Grenzen zwischen Chirurgie und Intervention zunehmend verschieben. Im Zentrum steht dabei nicht die Konkurrenz einzelner Verfahren, sondern die Frage, wie sie innerhalb eines modernen Heart Teams sinnvoll miteinander verbunden werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die weibliche Herzmedizin. Unter WHERE THE SHADOW MEETS THE BODY – Beyond Stereotypes werden Koronarrevaskularisation und Female Cardiovascular Health gemeinsam betrachtet. Die Session verbindet chirurgische und kardiologische Perspektiven und greift damit ein Thema auf, das in der kardiovaskulären Medizin zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Mit BEYOND ONE VALVE widmet sich HEARTS 2026 ausführlich der modernen strukturellen Herzmedizin. Unter der Leitfrage Which Valve for Which Patient? stehen Lifetime Management, die Wahl der ersten TAVI-Prothese mit Blick auf spätere Interventionen, Klappenhaltbarkeit sowie die Behandlung besonders kleiner und besonders großer Annuli im Vordergrund. Das Programm verbindet damit aktuelle interventionelle Strategien mit langfristiger Therapieplanung über den gesamten Lebensverlauf eines Patienten.
Auch Innovation aus Wien wird dabei sichtbar: Mit der Kocher-Technik zur Behandlung des kleinen Aortenannulus greift das Programm ein chirurgisches Konzept auf, das für die Vermeidung von Patient-Prosthesis-Mismatch und ein langfristig geplantes Klappenmanagement von Bedeutung ist. Im selben Themenfeld wird diskutiert, wie bereits die erste Klappenoperation spätere Therapieoptionen beeinflussen kann.
Die Session DEATH DENIAL konzentriert sich auf Hochrisikopatient:innen und Strategien zur Reduktion kardiovaskulärer Mortalität. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aortendissektion. Prof. Marek Ehrlich bringt hier seine Expertise zu PANE und DANE sowie zu komplexen aortenchirurgischen Strategien ein. Ergänzt wird die Session durch moderne Konzepte zur Prävention des plötzlichen Herztodes und die Frage, welche Patient:innen vorübergehend durch tragbare Defibrillatorsysteme geschützt werden sollten.
Unter BEYOND STANDARD – Getting Off the Table, in Perfection richtet sich der Blick anschließend auf Themen, die im klinischen Alltag oft weniger Aufmerksamkeit erhalten, für das postoperative Ergebnis jedoch entscheidend sein können. Sternalstabilität, Knochenheilung und Gerinnungsmanagement werden als Teil eines umfassenden chirurgischen Qualitätsverständnisses diskutiert.
Auch künstliche Intelligenz bleibt ein zentraler Bestandteil des Kongresses. Die Session HEARTIFICIAL INTELLIGENCE – When ART Brings SCIENCE to Life beschäftigt sich mit AI-basiertem Risk Scoring in der Herzchirurgie und der Frage, wie medizinische Bildgebung und große klinische Datensätze für präzisere Risikostratifikation und Entscheidungsunterstützung genutzt werden können.