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3 Tipps: Was tun bei Prellungen?

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Die wichtigste Sofortmaßnahmen bei Prellungen ist Kühlen. Ein Baumwolltuch zwischen Haut und Kühlkompresse legen! (Robert Przybysz - Fotolia.com)

Wer beim Sport stürzt, umknöchelt oder mit voller Wucht mit dem Arm an die Wand prallt, ist unmittelbar von Schmerz gepeinigt:

Eine Prellung, Zerrung oder Stauchung tut ganz schön weh. Denn die Verletzung schwillt an und rötet sich. Gerinnt das Blut wenig später, wird bald ein blauer Fleck auf der Haut sichtbar. Wie lässt sich die Heilung beschleunigen und wann sollte man zum Arzt? gesund.at hat sich bei Dr. Ulrike Preiml, Wiener Ärztin für Allgemeinmedizin und Sportmedizin 3 praktische Tipps geholt:

Tipp 1: Kühlen und hochlagern

Stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen, Muskelfasereinriss oder auch ein Bänderriss entstehen durch Gewalteinwirkungen, dabei wird die Haut in der Regel nicht verletzt, allerdings das darunterliegende Gewebe. Um das geschädigte Gewebe tritt Blut aus, Gelenksflüssigkeit wird freigesetzt, es kommt zu einer Schwellung.

 

Um die Schmerzen zu lindern hat sich Folgendes bewährt (PECH- Regel):

  • Pause einlegen
  • Eis: Die betroffene Stelle kühlen. Kälte bewirkt, dass sich die Gefäße fest zusammenziehen, dadurch fallen Schwellung und Schmerzen weniger heftig aus. Wer eine Kompresse ins Gefrierfach legt, diese nie gefroren direkt auf die Haut legen. Sie könnte Erfrierungen davontragen. Was dagegen hilft: Ein Tuch zwischen Haut und Kompresse breiten.
  • Compression (elastischer Druckverband): er sorgt dafür, dass die betroffene Stelle ruhig gestellt wird.
  • Hochlagern: Dadurch wird der Rückfluss des Blutes verbessert, Schmerzen verringern sich.

Wer sich den Unterarm, den Oberarm oder die Finger prellt, sollte unbedingt vorhandene Ringe von den Fingern ziehen, da es durch Schwellung der Gliedmaßen zu starken Einschnürungen kommen kann.

Tipp 2: Bei Kopfverletzungen unbedingt zum Arzt!

Folgende Verletzungen muss ein Arzt sehen:

  • Prellungen am Kopf
  • Verletzungen im Bereich der Augen und auch
  • Blutungen am Unterschenkel

Bei Prellungen am Kopf kann es zu Gehirnerschütterung aber auch zu sehr gefährlichen Blutungen im Gehirn kommen. Auch Augenverletzungen gehören unbedingt abgeklärt.

Blutungen im Unterschenkel (nahe des Schienbeins) kommen sehr oft als Sportverletzungen im Fußball vor und können zu starken Schmerzen sowie Verhärtungen führen. Ohne ärztliche Behandlung können im Extremfall Muskeln im Bereich des Unterschenkels absterben.

Tipp 3: Cremen unterstützt Heilung

Damit sich das Gewebe rund um die verletzte Stelle schneller erholt, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Kühlende Cremen: z.B. mit Arnika beruhigen, auch schmerzstillende, abschwellende Salben tun gut.
  • Dynamische Ruhigstellung: z.B. bei einem Bänderriss wird meist kein Gips mehr angelegt, sondern eine Bandage, die beschränkt fixiert auch Bewegung ermöglicht.
  • Sportpause: statt dessen leichte Gymnastik im Wasser ("Aqua-Joggen").
  • Koordinatives Training: Balancetraining ist wichtig, um Gelenke und Bänder wieder aufeinander „abzustimmen“.

Physiotherapie und Heilgymnastik helfen auch dabei, die volle Bewegungsfreiheit wieder herzustellen.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


15.03.2018
QUELLEN
Pressekonferenz zum Thema Prellungen, Weleda Lunch, Wien

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