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Virtual Reality hilft gegen Höhenangst

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Kein Problem mehr dank VR-Brille? Virtual Reality könnte ein wirksamer Ansatz gegen Höhenangst sein. (Kar Tr / Fotolia)

Von wegen Spielerei: Ausgerechnet VR-Brillen sollen in der Lage sein, Höhenangst zu therapieren.

Virtual Reality zählt wohl zu den meistbeachteten technischen Entwicklungen der letzten Jahre. Einfach eine Brille aufzusetzen und sich plötzlich in einer ganz anderen Welt wiederzufinden, ist ein aufregender Gedanke. Die Technik, die aktuell vor allem im Spielesektor zum Einsatz kommt, könnte auch medizinisches Potential besitzen.

Virtuelle Katzenrettung

In Großbritannien haben Forscher im Rahmen einer Studie getestet, ob VR-Brillen bei der Behandlung von Höhenangst wirksam sind. Die knapp 50 Teilnehmer mussten in der virtuellen Welt diverse Aufgaben bestehen - etwa die Rettung einer Katze von einem Baum oder das Spazieren über eine Seilbrücke. Nach nur zwei Wochen wiesen zirka zwei Drittel der Probanden eine signifikante Verbesserung ihrer Symptome auf. 

Endlich angstfrei auf der Rolltreppe

Manche entwickelten den vor der Studie noch undenkbaren Mut, einen steilen Berg hochzuwandern. Andere konnten immerhin ihre Angst vor längeren Rolltreppen im Supermarkt überwinden. Die Therapieidee könnte in Zukunft durchaus öfters zur Anwendung kommen. Immerhin ist sie wesentlich günstiger als eine klassische Behandlung beim Psychologen, die sich über mehrere Wochen erstreckt.

Viel Hoffnung, leichte Zweifel

Die Studienautoren weisen dennoch auf Einschränkungen hin. So hätten sich alle Teilnehmer freiwillig gemeldet, was wiederum Bereitschaft zur Veränderung signalisiert. Die Heilungschancen wären dadurch womöglich schon von vornherein recht hoch gewesen. Außerdem ist Höhenangst für den ungewöhnlichen Therapieansatz besonders gut geeignet. Ob sich mit Virtual Reality bei anderen psychischen Problemen ähnliche Erfolge erzielen lassen würden, ist hingegen offen. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


12.07.2018

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