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Spinnenangst: Heilung nur einen Herzschlag entfernt?

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Ein fürchterlicher Anblick? Bei der Therapie von Spinnenangst könnte der Herzschlag eine Rolle spielen. (Mike / Fotolia)

Der Herzschlag könnte beim Beseitigen von Ängsten womöglich eine wesentliche Rolle spielen.

Für viele sind Spinnen oder Ratten der buchstäbliche Horror, anderen wiederum läuft beim Gedanken an den nächsten Zahnarztbesuch ein kalter Schauer über den Rücken. Ängste können eine sehr komplexe Gestalt annehmen und je nach Ausprägung sogar den Alltag unangenehm beeinflussen. Bei der klassischen Therapie wird der Betroffene behutsam an den Angstauslöser herangeführt und ihm Schritt für Schritt ausgesetzt.

Therapie als langwieriges Unterfangen

Wenngleich das Verfahren in den letzten Jahren immer häufiger computerunterstützt durchgeführt wird, bleibt es eine eher mühsame, langwierige Angelegenheit. Wissenschafter der britischen Brighton and Sussex Medical School wollen nun eine Methode gefunden haben, um den Prozess etwas zu beschleunigen. Zu ihrer Studie haben sie mehrere Versuchsteilnehmer geladen, die an Arachnophobie, also Spinnenangst, leiden.

Spinnenbilder im Herzrhythmus

Sie mussten sich Bilder von Spinnen am Computer ansehen, währenddessen wurde der Herzrhythmus der Probanden gemessen. Die erste Gruppe bekam die Fotos immer genau zum Herzschlag präsentiert, bei der zweiten kamen sie jeweils zwischen den Herzschlägen und in der dritten Gruppe zu rein zufälligen Zeitpunkten.

Revolution in der Angsttherapie?

Das deutlich beste Ergebnis erzielte die erste Gruppe. Teilnehmer, die die Spinnen genau im Rhythmus ihres Herzschlags zu sehen bekamen, berichteten in einer späteren Erhebung von einer deutlich verringerten Angst. Wie das spannende Ergebnis zur Verbesserung der gängigen Therapie genutzt werden kann, sollen weitere Untersuchungen zeigen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


31.10.2018

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