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Binge Watching als Risiko: Schlaflos in der Fernsehwelt

Pärchen amüsiert sich über eine Serie
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Mehrere Stunden lang die selbe Serie zu schauen, ist wohl keine gute Idee. (leszekglasner - Fotolia.com)

Dank moderner Möglichkeiten des TV-Konsums haben sich stundenlange Fernsehsitzungen als Standard etabliert. Auch als Binge-Watching bekannt, kann das Vorgehen allerdings Schlafprobleme provozieren.

Die Diskussion, ob Fernsehen wirklich das neue Kino ist, interessiert heute kaum noch jemanden. Längst haben sich moderne, teuer produzierte TV-Serien als einflussreicher kultureller Faktor in der westlichen Gesellschaft etabliert. Anders als noch vor einigen Jahren bedarf es bei vielen Produkten mittlerweile keiner wöchentlichen Routine mehr. Musste man früher noch 7 lange Tage auf die neueste Folge mit den Bildschirmlieblingen warten, so ist heutzutage oftmals Binge Watching angesagt.

Probleme vorprogrammiert?

Vor allem den zahlreichen Streaming-Services ist es zu verdanken, dass Nutzer ganze Staffeln von Serien innerhalb weniger exzessiv langer Sitzungen in sich aufsaugen können. Doch eben dieses so beliebte Procedere könnte auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein, wie uns eine neue Studie verrät. An einer belgischen Universität wollen Wissenschafter herausgefunden haben, dass Binge Watching zu Schlafproblemen führen kann.

Mehrere Folgen am Stück

Durchgeführt wurde die Studie mittels eines Online-Fragebogens, bei dem Nutzer Angaben zum Fernsehverhalten sowie zur durchschnittlichen Schlafqualität machen mussten. Bei nicht weniger als 32.6% der Teilnehmer wurden Schlafprobleme festgestellt, die mit Binge Watching in Verbindung stünden. Als solches definierten die Forscher das Ansehen mehrerer Folgen der selben TV-Serie am Stück.

Starke Identifikation

Bei anderen Formen des TV-Konsums war hingegen keine Beeinträchtigung der Schlafqualität festzustellen. Tatsächlich dürfte also nicht Fernsehen im Allgemeinen, sondern Binge Watching im Speziellen schuld an den schlaflosen Nächten sein. Die Forscher führen dies darauf zurück, dass das stundenlange Schauen der selben Serie zu einer besonders starken Identifikation mit dem Gesehenen führt.

Einfach zu aufregend

Demnach würden Binge-Watcher selbst nach Beenden des Fernsehmarathons noch intensiv über die Serie nachdenken. In weiterer Folge sind wir unterbewusst wesentlich wachsamer, die Herzfrequenz steigt an und das Gehirn braucht länger, um sich wieder zu beruhigen. Dass all dies zu niedriger Schlafqualität sowie verstärkter Müdigkeit am nächsten Tag führt, ist nur noch die logische Konsequenz.

Wertvolle Routinen

Als Lösung schlagen die Wissenschafter im Vorhinein festgesetzte Fernsehzeiten vor. Wer etwa bestimmt, dass nach 2 Folgen Schluss sein muss und sich tatsächlich an diese Vorgabe hält, dürfte die Situation in den Griff bekommen. Prinzipiell sind festgelegte Abendroutinen, inklusive gleichbleibenden Bettzeiten, eine enorme Hilfe, wenn es um das Bekämpfen von Schlafproblemen geht.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


25.08.2017

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