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Digitale Medien fördern ADHS

Frau dreht durch, weil digitale Medien wie Handy ADHS fördern.
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Bringen uns Handys durcheinander? Digitale Medien sollen ADHS-Symptome fördern. (Drobot Dean / Fotolia)

Eine neue Studie bringt das Verwenden digitaler Medien mit ADHS-Symptomen in Zusammenhang.

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, besser bekannt als ADHS, zählt zweifelsfrei zu den meistdiskutierten medizinischen Themen unserer Zeit. Meist schon im Kindesalter festgestellt, halten Eltern oftmals recht wenig von der Diagnose. In der Medizin ist ADHS als Verhaltensstörung mittlerweile weitestgehend unumstritten.

Highschool-Schüler als Versuchskaninchen

In einer groß angelegten, nun publizierten Studie, wurden in Los Angeles mehr als 2.500 Highschool-Schüler zwei Jahre lang beobachtet. Dabei wollen die Studienautoren einen Zusammenhang zwischen der Nutzung digitaler Medien und der Entwicklung von ADHS-Symptomen erkannt haben.

Angeboren oder anerzogen?

Nach wie vor gibt es in der ADHS-Forschung einige Lücken. Während man lange Zeit davon ausging, dass sich die Störung bereits in der frühesten Kindheit entwickelt, scheint dies heute wieder unklar. Ob biologische, also angeborene Faktoren entscheidend sind oder die Erziehung bzw. das Umfeld eine größere Rolle spielt, wird ebenfalls kontrovers diskutiert.

Handy nicht der Auslöser

Digitale Medien kommen als Auslöser prinzipiell nicht in Frage. Die Studie zeigt aber, dass die regelmäßige Nutzung von Smartphone und Co. das Auftreten von Symptomen fördern kann. Typische Verhaltensmuster von ADHS-Betroffenen sind starke Ungeduld, motorische Unruhe, Konzentrationsprobleme und Aufmerksamkeitsdefizite. 

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


24.07.2018

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