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Dopingmittel EPO schützt Gehirn von Frühgeborenen

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EPO kann das Gehrin Frühgeborener schützen - weitere Untersuchungen sind notwendig. (Pixabay.com)

Frühchen sind gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Besonders ihr Gehirn ist häufig nicht vollständig ausgereift. Forscher fanden nun heraus, dass sich diese Defizite durch die Verabreichung von EPO, das als Wirkstoff im Doping bekannt ist, behandeln lassen.

In Österreich wird fast jedes 10. Neugeborene zu früh geboren. Dazu zählen Geburten zwischen der 22. und der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche. Besonders die Informationsleitungen im Nervensystem sind durch frühe Geburten häufig nicht vollständig ausgeprägt. Schweizer Wissenschafter fanden nun aber heraus, dass das Verabreichen von hochdosiertem EPO in den ersten 2 Tagen nach der Geburt Hirnschäden vorbeugen kann. EPO regt die Produktion von roten Blutkörperchen an und soll den neuen Erkenntnissen nach auch das Gehirn Frühgeborener schützen.

EPO für Frühchen: Erste Behandlungserfolge

Zum Team um Dr. Petra Susan Hüppi von der Universität Genf gehören auch Experten der Universität Zürich. Erste Erfolge wurden bereits verzeichnete. Im Rahmen der Untersuchung, die Teil einer größeren Studie ist, wurden bereits 165 Frühchen, die in 2 Gruppen aufgeteilt wurden, untersucht. Der einen wurde EPO verabreicht, der anderen nur ein Placebo.

 

Das Ergebnis ist eindeutig und ein wichtiger Schritt zur Vermeidung von Gehirnschäden bei Frühgeborenen: Jene Babys, die mit EPO behandelt worden sind, wiesen deutlich weniger Gehirnschäden auf, als die Referenzgruppe. Ob und wie sich die Verabreichung von EPO langfristig auf die jungen Patienten auswirkt, sei allerdings noch weitgehend unerforscht und verlangt nach weiteren Untersuchungen.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


28.08.2014

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