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Weniger Salz - seltener aufs Klo - besser schlafen

Blasenschwäche durch zu viel Salz
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Den Salzkonsum zu reduzieren soll eine wirksame Maßnahme gegen nächtliche Blasenschwäche sein. (SpeedKingz / Shutterstock.com)

Nächtliche Blasenschwäche ist vor allem bei älteren Menschen ein klassischer Schlafräuber. Gezielt weniger Salz zu konsumieren könnte einer aktuellen Forschung zufolge das Problem reduzieren.

Mitten in der Nacht aufzuwachen, weil die Blase ihre Bedürfnisse äußern möchte, kann ganz schön nervig sein. Tritt das Problem regelmäßig auf, spricht man in der Medizin von einer Nykturie bzw. einer nächtlichen Blasenschwäche. Besonders häufig sind ältere Menschen betroffen, aber auch junge Menschen sind davor nicht völlig gefeit. In vielen Fällen ist eine ruhige Nacht schlichtweg unmöglich, naturgemäß gesellen sich zu den Schlafproblemen oft noch psychische Belastungen wie etwa Stress oder Stimmungsschwankungen hinzu.

12 Wochen Salz-Diät

Für die Symptomatik gibt es meist mehrere Ursachen, die gemeinsam auftreten. Im Rahmen einer Studie haben japanische Wissenschafter nun auch einen zu hohen Salzkonsum als wichtigen Faktor identifiziert. Dabei wurden mehr als 300 Erwachsene untersucht, die allesamt mit der nächtlichen Blasenschwäche zu kämpfen haben. Ihnen wurde eine 12 Wochen lange Salz-Diät verordnet, zudem mussten sie Statistiken über ihre nächtlichen Toilettenbesuche führen.

Weniger Salz, seltener aufs Klo

Mehr als 200 der Teilnehmer hielten sich so gut an den Plan, dass sie den täglichen Salzkonsum von durchschnittlich 11 Gramm auf 8 Gramm reduzieren konnten. Gleichzeitig ging die Zahl der nächtlichen Toilettenbesuche von 2,3 auf 1,4 zurück. Die meisten Versuchspersonen konnten also nach wie vor nicht durchschlafen, wachten aber pro Nacht im Schnitt einmal seltener auf.

Mehr Salz, öfter aufs Klo

Dadurch verbesserte sich nicht nur die Schlaf-, sondern in weiterer Folge natürlich auch die Lebensqualität. Ein gegenteiliger Effekt wurde passender Weise in die andere Richtung festgestellt, denn bei knapp 100 Teilnehmern klappte es mit der Diät nicht ganz so gut. Bei ihnen stieg der Salzkonsum leicht an, dementsprechend gingen auch die nächtlichen Ausflüge aufs Klo weiter in die Höhe. 

Fertigprodukte vermeiden

Prinzipiell ist eine Salz-Reduktion für viele Menschen ein erstrebenswertes Ziel. Die American Heart Association etwa empfiehlt, täglich maximal 2,3 Gramm Salz zu sich zu nehmen - das entspricht gerade mal einem gehäuften Teelöffel. Ob diese Richtlinie realistisch ist, sei dahingestellt, doch etwas genauer darauf zu achten kann sicherlich nicht schaden. In dieser Hinsicht eher zu vermeiden sind Fertigprodukte, da diese oft einen hohen Salzgehalt aufweisen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


30.03.2017

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