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Rotes Reismehl senkt Cholesterinspiegel

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Herkömmliche Reisfelder im asiatischen Lebensraum. (Pexels.com)

Rotes Reismehl ist ein natürliches Produkt, das laut einer Welser Studie (OÖ) den Cholesterinspiegel um bis zu 30 % senken kann. Auch vorbeugend kann es zur Anwendung kommen.

Um rotes Reismehl zu gewinnen, wird regulärer Reis mit einem Hefepilz versetzt. Der Pilz, Monascus purpureus, wirkt direkt in der menschlichen Leber. Dort hemmt er die Produktion von schädlichem LDL-Cholesterin. Ein erhöhter Cholesterinspiegel steigert das Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken. In der klassischen Schulmedizin werden Herzkreislauf-Patienten meist mit sogenannten Statinen behandelt. Werden diese schlecht vertragen, könnten Betroffene zukünftig zu einem Präparat aus rotem Reismehl greifen.

Rotes Reismehl als Vorsorge

Rotes Reismehl wird in der asiatischen Küche häufig verwendet, kommt bei uns jedoch seltener zum Einsatz. Studienleiter Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernd Eber am Klinikum Wels-Grieskirchen betont, dass es sich um ein Lebensmittel handelt, das bedenkenlos verzehrt werden kann. Auch als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform ist rotes Reismehl erhältlich. Bei Risikogruppen könnte es vorsorglich eingesetzt werden, um einen hohen LDL-Cholesterinspiegel gar nicht erst entstehen zu lassen. Bereits nach einer Woche stellen sich erste positive Wirkungen ein, so Professor Eber.

 

Zu den Risikogruppen für einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut zählen Menschen mit:

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Adipositas

  • Diabetes mellitus

Reismehl nicht immer geeignet

Rotes Reismehl ist jedoch kein "Allheilmittel", das alle Menschen täglich zu sich nehmen sollten.

 

Für folgende Gruppen sind Präparate mit rotem Reismehl nicht geeignet:

  • Kinder

  • Hefe-Allergiker

  • Schwangere

 

Auch Menschen, für die rotes Reismehl nicht in Frage kommt, können durch einen gesunden Lebensstil einen erhöhten Cholesterinspiegel vorbeugen. Gesättigte Fettsäuren (Fleisch, Milchprodukte) sollten spärlich genossen werden. Dafür dürfen hochwertige pflanzliche Fette aus Avocados, Nüssen und Co. regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Auch Knoblauch und Ballaststoffe helfen, das gute Cholesterin zu erhöhen und das schädliche zu senken.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


13.03.2015

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