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Essen fürs Köpfchen: 5 Lebensmittel für das Gehirn

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Schlaue Köpfchen greifen zu den richtigen Lebensmitteln. (Pavel L Photo and Video / Shutterstock.com)

Lässt sich die Weisheit mit dem Löffel essen? Nun ja, ganz so einfach ist es nicht! Bestimmte Nährstoffe können die Gehirnleistung jedoch unterstützen. 

Unser Gehirn ist ein kleiner Vielfraß. Es verbraucht täglich bis zu 25 Prozent der Gesamtenergie des Körpers. Ein Vitamin- und Mineralstoffmangel kann ebenso Konzentrationsstörungen hervorrufen wie ein Zuckerüberschuss. Andersrum verhilft eine ausgewogene Ernährung den grauen Zellen auf die Sprünge. Welche Top 5 Lebensmittel sind in diesem Kontext besonders wertvoll? 

Lebensmittel 1 fürs Gehirn: Eier

Eier sind gute Eiweißlieferanten. Die Proteinmoleküle enthalten Aminosäuren, die wiederum als Neurotransmitter agieren. Sie sorgen also dafür, dass die Informationen schnell von einer Zelle zur nächsten gelangen. Eine im „American Journal of Clinical Nutrition“ publizierte Studie belegt zudem eine erhöhte Denkleistung bei zwei täglich verzehrten, hartgekochten Eiern. Die Wissenschafter führen den positiven Effekt auf reichlich enthaltene B-Vitamine, Eisen und die fettähnliche Substanz Cholin zurück. Neben Leber und Nieren verbraucht vor allem das Gehirn einen Großteil dieser Nährstoffs. Cholin wird unter anderem für die Herstellung von Acetylcholin, einem wichtigen, das Gedächtnis beeinflussenden Neurotransmitter benötigt. 

Lebensmittel 2 fürs Gehirn: Nüsse

Nüsse zählen zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Speziell die Walnuss verdient dank ihrer vielen essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren einen Platz auf dem Podest. Unter allen Nüssen besitzt sie den höchsten Gehalt an Alpha-Linolensäure. Das Verhältnis der Omega-3-Fettsäure und Omega-6-Fettsäure zueinander ist mit 1:4 ideal. Obgleich sich Omega-3-Fettsäuren in allen Körperzellen wiederfinden, spielen sie im Gehirn eine besondere Rolle. Sie dämmen nicht nur Entzündungsherde ein – im Übrigen mögliche Mitauslöser für eine Alzheimer – sondern sind auch an der Bildung von Synapsen für die Übertragung von Signalen beteiligt. Dadurch werden Denken, Erinnern und Lernen überhaupt erst möglich. Das Gehirn profitiert bereits von einer vergleichsweise geringen Menge von 20 bis 30 Gramm am Tag, was einer kleinen Handvoll Nüssen entspricht. 

Lebensmittel 3 fürs Gehirn: Kakao

Bestimmte, in der Kakaobohne enthaltenen sekundäre Pflanzenstoffe können die Gedächtnisleistung anregen. Konkret sind es Flavonoide, welche die Blutzirkulation verbessern. In einer Studie zeigten Hirnscans ein größeres Blutvolumen im Gyrus dentatus. Als Teilbereich des Hippocampus spielt dieser eine wichtige Rolle für unser Erinnerungsvermögen. Neben Kakao sind Flavonoide in unterschiedlicher Art und Zusammensetzung auch in einigen Teesorten, Äpfeln und vielen anderen Obstsorten enthalten. 

Lebensmittel 4 fürs Gehirn: Kräuter und Gewürze

Die Melisse ist neuroprotektiv wirksam. Das bedeutet: Ihre Inhaltsstoffe bewahren Nervenzellen und Nervenfasern vor dem Absterben. Sie wurde bereits in der Antike als Arzneipflanze gegen Stimmungsschwankungen und zur Schlafförderung eingesetzt. Das Heilkraut regt die Aktivität sogenannter Alpha-Wellen im Gehirn an und fördert so Entspannung und Konzentrationsvermögen. Ihre ätherischen Öle beruhigen, fördern die Durchblutung des Gehirns und helfen auf diese Weise, gleichermaßen die Gedächtnisleistung zu steigern, als auch die Konzentrationsfähigkeit zu stärken. Auch das indische Gewürz Kurkuma wirkt sich positiv auf die Gehirnleistung aus. Es verhindert die Ablagerung von bestimmten Eiweißkomplexen im Gehirn, die ursächlich an Demenzerkrankungen beteiligt sind.

Lebensmittel 5 fürs Gehirn: Vollkornprodukte

Damit das Gehirn auf Hochtouren arbeiten kann, benötigt es Energie. Diese bezieht es wiederum aus Zucker. In Form von Traubenzucker zugeführt, erhalten die grauen Zellen schnell verfügbare Energie, die dummerweise ebenso rasch wieder verpufft. Die Folge ist ein Leistungstief. Besser ist es, zu komplexen Kohlenhydraten zu greifen, wie sie etwa in Vollkornprodukten enthalten sind. Sie werden vom Körper schrittweise in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, wodurch die Energiekurve stabil und unser Gehirn auf zack bleibt.

AUTOR


Mag. Sylvia Neubauer


ERSTELLUNGSDATUM


11.04.2019

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