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Mineralölreste in der weihnachtlichen Kalender-Schoko

Unerwünschter Inhaltsstoff im Kalender-Schoko.
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Ein Adventkalender mit Schoko ist in diesem Jahr vielleicht keine gute Idee. (lagom / Fotolia.com)

Ein Adventkalender mit täglicher Schokoportion, das ist vor allem für Kinder eine große Freude. Doch in manchen der entsprechenden Produkte wurden erneut Reste von Mineralöl entdeckt.

Es gibt wohl kein anderes jährliches Ereignis, das so kontrovers diskutiert wird, wie Weihnachten. Während viele darin nach wie vor ein herrliches Fest der Liebe sehen, beklagen andere den kapitalistischen Trend zum Einkaufswahnsinn. Die unterschiedlichen Haltungen machen sich schon in der Zeit vor dem eigentlichen Fest bemerkbar. Alleine beim Thema Adventskalender sind die Optionen von totaler Verweigerung über klassische Bildersammlung bis hin zu ausgefalleneren Spielzeugmodellen schier endlos.

Ölige Schoko

Dazwischen etablieren sich Schokokalender immer stärker als neuer Standard. Kaum ein Hersteller lässt es sich nehmen, ein wortwörtlich süßes Modell für die Vorweihnachtszeit anzubieten. Hierbei ist aber womöglich Vorsicht geboten, wie ein Test des bayerischen Landeamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) belegt. Denn in 3 verschiedenen Schoko-Adventskalendern wurden zum wiederholten Male geringe Mengen von Mineralöl entdeckt.

Ein bisschen was bleibt

In der Fachsprache aromatische Kohlenwasserstoffe oder auch MOAH genannt, stehen diese in Verdacht, krebserregende Stoffe zu beinhalten. Entsprechende Verunreinigungen sind oft auf recycelte Kartons zurückzuführen, deren Druckfarbe Mineralöl enthalten kann. Auch die Herstellung des Papiers bzw. die Ölung der dazu verwendeten Maschinen ist eine potentielle Problemstelle.

Unbedenklich?

Zumindest aus Sicht des LGL selbst sind die enthaltenen Mengen derart gering, dass kein Gesundheitsrisiko besteht. Die private Lebensmittelkontrolle Foodwatch hingegen sieht die Mineralölreste wesentlich kritischer, demnach sei eine gesundheitliche Gefährdung nicht auszuschließen. Eine deutsche Supermarktkette hat auf die Testergebnisse jedenfalls reagiert und die betroffenen Produkte aus den Läden entfernt. Wer angesichts der neuen Erkenntnisse etwas verunsichert ist, dem bleiben viele andere Optionen.

Alternativen

Neben den bereits genannten klassischen Modellen mit Bildern, bietet sich auch die Möglichkeit einen Adventskalender selbst zusammenzustellen. Vorgefertigte Kalender mit leeren, eigens zu füllenden Taschen, sind mittlerweile in vielen Geschäften erhältlich. So lassen sich die täglichen Überraschungen auch besser variieren. Ein kleines Spielzeug oder eine nette Figur können als Abwechslung zu den Süßigkeiten verwendet werden.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


29.11.2016

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