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Sex steigert Herzinfarkt-Risiko nicht

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Sex steigert auch bei Vorerkrankungen das Herzinfarkt-Risiko nicht. (Olesia Bilkei - Fotolia.com)

Der Mythos, dass Sex das Herzinfarkt-Risiko erhöht, ist auch heute noch weit verbreitet. Eine neue Studie kann ihn klar widerlegen, allerdings mit einer brenzligen Ausnahme.

Zahlreiche Gründe sprechen dafür, dass Sex gesund ist. So werden etwa durch die enge Berührung Glückshormone ausgeschüttet, die Ejakulation schützt den Mann vor Prostatakrebs und die Rückenmuskulatur wird auch gestärkt. Dennoch machen sich Menschen mit entsprechenden Vorerkrankungen Sorgen, dass das Herzinfarktrisiko beim Sex gesteigert werden könnte. Eine neue Studie kann die Betroffenen beruhigen, sofern sie sich auf kein besonderes Abenteuer einlassen.

Vorerkrankung kein Risiko

Die in einem amerikanischen Fachmagazin publizierte Forschung beobachtete über einen Zeitraum von 10 Jahren mehr als 500 Infarktpatienten. Sie mussten Angaben über die Häufigkeit sexueller Aktivitäten vor und nach dem Infarkt machen. Ein Fünftel der Teilnehmer erlitt in der untersuchten Zeitspanne erneut einen Herzinfarkt, mit der Häufigkeit der sexuellen Aktivitäten gab es allerdings keinen Zusammenhang. Die Forscher hoffen, mit diesem Ergebnis Betroffene zu beruhigen, da Sex ein wesentlicher Teil einer Partnerschaft sei.

Tödlicher Seitensprung?

Allerdings gibt es bei diesem klaren Resultat eine Einschränkung, ein allzu wildes Abenteuer sollten die Infarktpatienten nicht eingehen. Bereits frühere Studien hätten gezeigt, dass ein Seitensprung gefährlicher sei als Sex mit dem eigenen Partner. Statistiken belegen: Die meisten Todesopfer beim Geschlechtsverkehr sind männlich, fast jeder von ihnen war bei einer Geliebten oder Prostituierten.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


25.07.2017

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