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Intimhygiene: So pflegen Sie sich richtig

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Für die richtige Intimhygiene benötigen Sie keines der vielen Spezialprodukte, die in Drogeriemärkten angeboten werden. Lauwarmes Wasser reicht völlig aus, um die äußeren Geschlechtsorgane (Vulva) zu reinigen – alles andere stört nur die natürliche Flora der Vagina. Innerlich muss sie nicht extra gesäubert werden, da sie ein selbstreinigendes Organ ist. (Pixabay.com)

Der Genitalbereich ist die empfindlichste Region des weiblichen Körpers und bedarf besonderer Pflege. Die richtige Hygiene muss aber nicht kompliziert sein - hier erfahren Sie, wie Sie sich am besten um Ihre Intimzone kümmern.

Fehler beim Reinigen und Pflegen des Intimbereichs der Frau können zu unangenehmen Folgen führen: Blasenentzündungen, bakterielle Infektionen und Scheidenpilz können durch einfache Maßnahmen vermieden werden. Dabei sollte der natürliche pH-Wert der Haut von Vagina und Vulva durch die Intimhygiene nicht wesentlich verändert werden. Die richtige Unterwäsche und der korrekte Umgang mit Intim-Piercings und Schamhaarentfernung tragen ebenfalls dazu bei, den empfindlichen Bereich der Frau gesund zu erhalten.

Richtig reinigen: Wasser bringt‘s!

Drogeriemärkte verkaufen eine Vielzahl an Spezialprodukten für die Intimhygiene: Waschgels, Intimsprays, Reinigungstücher und vieles mehr. Für die richtige Intimhygiene benötigt frau aber keines dieser Produkte! Denn laut Gynäkologen ist es völlig ausreichend, die äußeren Geschlechtsorgane (Vulva) einmal täglich in der Dusche mit lauwarmem Wasser abzuspülen. Die Vagina muss innerlich gar nicht gereinigt werden - sie ist ein selbstreinigendes Organ, das in seiner Funktion durch aggressive Reinigungsmittel nur gestört würde.

Intimpflege während der Menstruation

Auch in den Tagen der Menstruation ist ein verstärktes Waschen des Intimbereiches nicht notwendig. Wenn Sie sich unwohl fühlen, können Sie mehr als einmal täglich den Bereich waschen, sollten aber nach wie vor auf aggressive Seifen verzichten. Binden und Tampons sollten spätestens alle 8 Stunden gewechselt werden, bei Bedarf so oft wie nötig.

Die richtige Unterwäsche wählen

Das tägliche Wechseln der Unterhose ist ein Muss für die Intimhygiene.

 

Zudem sollten Sie Folgendes beachten:

  • Heiß waschen: Unterhosen bei 60 Grad waschen (tötet Bakterien)

  • Richtig einkaufen: Reguläre Unterhosen sind besser als Tangas ("reiben" Bakterien ein)

  • Das Material macht's: Baumwolle ist der beste Stoff für Unterhosen, die Haut kann besser atmen. Wenn Synthetik-Fasern, dann solche, die heiß gewaschen werden können.

Schamhaarentfernung - Wenn, dann richtig

Aus intimhygienischer Sicht ist gegen Schamhaarentfernung nichts einzuwenden. Bei der Rasur sollten Sie eine saubere, nicht stumpfe Klinge verwenden, um Entzündungen an den Haarwurzeln zu vermeiden. Trockenrasuren und Enthaarungsgels sollten nicht verwendet werden, da es zu einer Reizung des empfindlichen Bereichs kommen kann. Beim Waxing sollte das gewählte Kosmetikstudio unbedingt Hygienestandards beachten.

Intim-Piercings

Bei Intim-Piercings kann es gerade kurz nach dem Stechen zu Infektionen kommen. Ein gutes, sauberes Piercing-Studio und eine regelmäßige Desinfektion des betroffenen Bereichs kann das Risiko minimieren.

No-Gos in der Intimhygiene

Folgende Dinge sollten Sie absolut vermeiden:

  • Aggressive Reinigungsmittel: Seifen und Duschgels sind zum Reinigen der Geschlechtsorgane nicht notwendig und stören den pH-Wert der Haut

  • Waschen der Vagina von innen: Beim Duschen sollte kein Wasser in die Vagina gespritzt werden. Das Reinigen der Vulva (außen) reicht.

  • Falsches Reinigen nach dem Toilettengang: Unbedingt immer von vorne nach hinten abwischen und dann eine neues Blatt Toilettenpapier verwenden

  • Nach dem Sex nicht urinieren: Spätestens 30 Minuten nach dem Geschlechtsverkehr sollten Frauen Wasser lassen, um Aufsteigen von Bakterien in der Harnröhre zu verhindern und einer Blasenentzündung vorzubeugen

 

In den natürlichen Reinigungsprozess der Vagina sollen Sie also so wenig wie möglich eingreifen. Durch ein vorsichtiges Waschen der äußeren Geschlechtsorgane und unterstützende Maßnahmen wie die richtige Unterwäsche und regelmäßiges Tampon-Wechseln ist eine optimale Intimhygiene gewährleistet.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Julia Wild, Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


20.11.2014

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