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7 Wirkungen von Botox

Eine Frau bei der Botox-Behandlung, die über die Wirkungen aufgeklärt ist.
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Botox kann und tut mehr als viele glauben. (Dmitry Lobanov / Fotolia)

Botulinumtoxin ist ein Nervengift, das kosmetisch häufig zur Behandlung von Falten eingesetzt wird. Das ist aber nicht das einzige Anwendungsgebiet: Bei welchen Erkrankungen und Störungen kann "Botox" noch wirken?

Bei dem Wirkstoff Botox handelt es sich um eine stark verdünnte Form von Botulinumtoxin, das, pur verwendet, tödlich-giftig ist. Botulinumtoxin ist ein Eiweißstoff, der von Bakterien erzeugt wird. Spärlich verwendet und korrekt angewandt, gilt Botox als relativ ungefährlich und hemmt die Signalübertragung von Nervenzellen auf Muskel. Dadurch können Muskeln vorübergehend nicht verwendet werden, was medizinisch zu gewünschten Wirkungen führen kann. So wird Botox bei Migräne, Reizblase, übermäßigem Schwitzen und Co. verwendet.

Botox-Wirkung 1: Migräne

Bei chronischer Migräne kann Botox in die Muskeln des Kopf- und Halsbereiches gespritzt werden. Ein akuter Migräne-Anfall kann damit nicht behandelt werden, aber Botox-Anwendungen sollen helfen, künftig die Häufigkeit und Stärke von Anfällen herabzusetzen. Botox kann zum Einsatz kommen, wenn andere Migräne-Therapien nicht oder nur unzureichend Wirkung zeigen.

Botox-Wirkung 2: Zuckende Augenlider

Wenn die Augenlider unwillkürlich zucken, kann das verschiedene Ursachen haben, die medizinisch abgeklärt werden sollten. Ist das Problem nicht ursächlich zu beheben, kann Botox in die entsprechenden Muskeln gespritzt werden, um die Lider zu entspannen.

Botox-Wirkung 3: Schielen

Schielen (Strabismus) war die erste medizinische Anwendung von Botox überhaupt, noch bevor es im kosmetischen Bereich zum Einsatz kam. Diese Augenfehlstellung führt zu Doppelbildern oder Schwachsichtigkeit (Ambylopie). Am Sehprozess sind pro Auge 6 Muskeln beteiligt, beim Schielen sind einige davon gestört. Botox wird direkt in den Augenmuskel gespritzt. Die Behandlung bei Kindern kommt selten zum Einsatz.

Botox-Wirkung 4: Reizblase

Bei einer Reizblase fühlen Betroffene übermäßig häufig das Bedürfnis, urinieren zu müssen. Es kann auch zu einem ungewollten Flüssigkeitsverlust kommen. Botox wird direkt in die Blase injiziert, um die Übertragung des Signals zum Harnlassen an das Gehirn zu mindern. Dadurch nimmt der Harndrang ab.

Botox-Wirkung 5: Übermäßiges Schwitzen

Schweißbildung ist eine natürliche Reaktion, um die Körpertemperatur konstant zu halten. Bei manchen Menschen produzieren die Schweißdrüsen schon bei wenig körperlicher Belastung und niedrigen Temperaturen übermäßig viel Schweiß. Dieser Zustand heißt "Hyperhidrose" und wird von Betroffenen teils als sehr belastend wahrgenommen. Das soziale und berufliche Leben kann dadurch eingeschränkt sein. Botox wirkt hier, indem es die Signalstoffe blockiert und die Schweißdrüsen aktiviert. Behandelt werden die Körperstellen, an denen vermehrt Schweißbildung auftritt, z.B. Achselhöhlen oder Hände.

Botox-Wirkung 6: Falten

Mimikfalten im Gesicht sind Teil des natürlichen Hautalterungsprozesses. Werden Falten als unschön empfunden, können beteiligte Muskeln mit Botox unterspritzt werden. Dadurch kommt es zu einer künstlichen Entspannung des Gesichts und bereits vorhandene Falten wirken weniger ausgeprägt. Botox kann auch vorbeugend zum Einsatz kommen, um die Entstehung von Mimikfalten zu verhindern.

Botox-Wirkung 7: Zähneknirschen

Bei (nächtlichem) Zähneknirschen (Bruxismus) wird der Kiefer heftig aufeinander gepresst. Das kann zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen. Durch eine Botox-Injektion entspannt sich der betroffene Muskel. Das nimmt den Druck auf den Kiefer und reduziert die Schmerzen.

Wie schnell und wie lange wirkte eine Botox Behandlung?

Nach dem Einspritzen mit Botox wird das Nervengift aktiv und der betroffene Muskel entspannt sich. Der Effekt ist nach wenigen Tagen, spätestens aber nach 2 Wochen spürbar. Die Therapie bleibt für 3 bis 6 Monate wirksam und muss dann wiederholt werden, um die Auswirkungen zu erhalten.

Von folgenden Faktoren hängt die Dauer der Botox-Wirkung ab:

  • Eingespritzte Dosis
  • Einspritzstelle am Körper
  • Häufigkeit der Einspritzungen

Wer sollte Botox nicht verwenden?

Botox-Injektionen sind nicht für alle Menschen geeignet.

In folgenden Fällen sollte Botox nicht verwendet werden:

  • Schwangere Frauen
  • Frauen, die Stillen
  • Allergien auf Bestandteile des Botox-Präparats
  • Bei Einnahme von Antibiotika, Acetylsalicylsäure, u.a.

Botox darf nur von Ärzten gespritzt werden. Ihr Arzt kann Sie beraten, ob eine Therapie mit Botox für Sie geeignet ist.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


03.02.2015

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