Zeitumstellung - Tipps gegen Müdigkeit

Zeitumstellung - Tipps gegen Müdigkeit: Schild weist den Weg in die Sommerzeit, Winterzeit durchgestrichen
"Im Sommer stellt man den Liegestuhl VOR die Balkontür und im Winter ZURÜCK in den Keller." - Eselsbrücke zur Sommerzeit (Trueffelpix - Fotolia.com)
Am Sonntag ist es wieder einmal soweit: Die Uhr wird um 1 Stunde vorgestellt. Viele Menschen haben Probleme mit dieser Umstellung und kämpfen tagelang mit schwerer Müdigkeit.

Britische Forscher haben nun den Grund dafür gefunden, warum diese Umstellung bei vielen Menschen zu einem "kleinen Jetlag" führt. Mit praktischen Tipps und Tricks rund um Ernährung, Schlaf und Bewegung bleibt die Zeitverschiebung beinahe unbemerkt.

Das Müdigkeits-Enzym

Forscher um David Bechtold von der University of Manchester fanden in einer Studie heraus, welcher Mechanismus für die innere Uhr verantwortlich ist: das Enzym Casein-Kinase 1 epsilon (CK1epsilon). Das Enzym regelt den 24-Stunden-Rhythmus und hat auch großen Einfluss, wie schnell sich der Biorhythmus an die Umwelt anpasst. In ihrer Studie konnten die Forscher nachweisen, dass sich Mäuse ohne dieses Enzym schneller an ihre Umwelt anpassen können als andere. Inwiefern das "Mausmodell" auf den Menschen übertragbar ist, konnten die Forscher aber bislang noch nicht herausfinden.

Lerchen-Typ fällt Zeitumstellung leichter

Auch der Chronotyp des Menschen hat Einfluss darauf, wie gut jemand mit der Zeitumstellung zurechtkommt. Es wird unterschieden zwischen Eulen und Lerchen. Während Eulen spätere Einschlaf- und Aufstehzeiten haben, sind Lerchen schon früher am Morgen fit und leistungsfähig. Deshalb fällt es Lerchen leichter sich an die Zeitumstellung im Frühling anzupassen.

4 Tipps zum Kampf gegen die Müdigkeit während der Zeitumstellung

1. Bewegung

Vor allem Bewegung an der frischen Luft macht angenehm müde, z.B. ein langer Spaziergang. Sport treiben (z.B. Laufen oder Schwimmen) sollten Sie allerdings besser 2 bis 3 Stunden vor dem Schlafengehen, damit der Körper genug Zeit hat, zur Ruhe zu kommen. Wer sich beim Sport auspowern konnte, merkt die Zeitumstellung weniger. Ein Spaziergang am Morgen - bestenfalls in der Sonne - hilft, die innere Uhr auf Sommerzeit umzustellen. Wenn es dunkel ist, produziert unser Körper das Schlafhormon Melatonin und wir werden müde.

2. Vitaminreiches, frisches Essen

Dass gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig ist, ist kein Geheimnis. Sie ist auch hilfreich, um sich gegen die Nebenwirkungen der Zeitumstellung zu wappnen. Vitamine und Mineralien machen fit und stärken die Abwehrkräfte. Frisches Gemüse und knackiges Obst sollten also um die Zeitumstellung herum besonders viel gegessen werden - bunter Salat, Banane und Co machen munter und bekämpfen mit wertvollen Inhaltsstoffen aufkommende Müdigkeit. Auf Kaffee und Nikotin sollten Sie zur Zeitumstellung wenn möglich verzichten. Vor allem Koffein greift in Ihren natürlichen Schlaf-Wachrhythmus ein und erschwert frühes Schlafengehen. Abends empfehlen sich leichte Kost und nicht zu spät eingenommene Mahlzeiten.

3. Erholungspausen einlegen

Überkommt Sie während des Tages Müdigkeit, so gehen Sie für 10 bis 15 Minuten an die frische Luft und tanken Sie Sonnenlicht. Achten Sie außerdem auf genügend Flüssigkeitszufuhr. Sitzen Sie täglich im Büro, stehen Sie zwischendurch auf, strecken Sie sich durch machen Sie ein paar kleine Übungen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

4. Schlafzimmer verdunkeln und gut lüften

Zur Zeitumstellung gilt es den eigenen Hormonhaushalt mittels hilfreicher Schlaftipps auszutricksen: Verdunkeln Sie abends vor dem Schlafengehen die Fenster so gut wie möglich - im Dunkeln produziert der Körper Melatonin und Sie werden müde. Davor das Schlafzimmer gut durchlüften, denn in kühlen und gut gelüfteten Räumen ist die Schlafqualität besser.

Quellen