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Streiterei ums Yoni-Ei

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Sich einen Stein in die Vagina einzuführen, klingt zunächst nicht wirklich ansprechend. Schauspielerin Gwyneth Paltrow bewirbt dennoch das Yoni-Ei und wird dafür heftig kritisiert.

In Sachen Sexualität gibt es mittlerweile unglaublich viele verschiedene Ansätze, um die eigene Zufriedenheit zu erhöhen. Zuletzt stand vor allem das Empfinden der Frau regelmäßig im Fokus. So ist es auch bei einem neuen Trend, der kontrovers diskutiert wird. Als Yoni- oder auch Jade-Ei werden eiförmig geschliffene Quarzsteine bezeichnet, die sich Frauen in die Vagina einführen sollen. Angeblich stärkt das die Muskeln, dazu kommt ein starker spiritueller Faktor.

Dampft eure Vagina!

In China soll das schon zu Zeiten von Konkubinen ein Hit gewesen sein, in westlichen Breitengraden ist die umstrittene Praxis noch relativ unbekannt. Gwyneth Paltrow hat sich nun entschlossen, diesen Umstand ein für allemal zu ändern. Die Schauspielerin ist schon länger für einen sehr alternativen Lebensstil bekannt, den sie auf einer von ihr betriebenen Homepage mit relativ dubiosen Gesundheitstipps propagiert. So hat sie etwa vor einigen Wochen Frauen nahegelegt, ihre Vagina dampfen zu lassen.

Infektionsgefahr

Nun dürfen es also die Yoni-Eier sein, die von Paltrow mit einem Artikel entsprechend gefeiert werden. Ärzte haben allerdings sehr schnell reagiert, um Frauen gleich wieder von den Vagina-Steinchen abzuraten. Demnach birgt die Praxis keine Vorteile für die eigene Sexualität und stellt darüber hinaus sogar ein potentielles Gesundheitsrisiko dar. Vor allem die Gefahr, eine Infektion zu erleiden sei nicht zu unterschätzen.

Marktlücke oder Revolution?

Das Yoni-Ei ist aber nur die aktuelle Speerspitze einer ganzen Reihe an Herangehensweisen, um die weibliche Sexualität zu verbessern. Zyniker könnten meinen, die Wirtschaft hätte hierin ganz einfach eine Marktlücke erkannt. Ganz falsch ist das mit Sicherheit nicht, aber auch die sexuelle Emanzipation der Frau spielt wohl nach wie vor eine Rolle. Ob irgendwo zwischen Yoni-Ei, vaginalen Gewichtheben und Orgasmusforschung tatsächlich die Lösung für alle Probleme begraben liegt, darf jedoch bezweifelt werden.

Darüber reden

Wenn Menschen sexuell unzufrieden sind, ist das in vielen Fällen auch ohne großen Schnickschnack zu lösen. Mit dem Partner offen über die eigenen Vorstellungen zu reden, ist meistens effektiver als so manch verrücktes Gimmick. Wenn das Liebesleben gut klappt, profitiert nicht nur die Beziehung davon, auch der Körper freut sich darüber. Nicht zuletzt weil zahlreiche Muskeln dabei beansprucht werden, ist Sex schlichtweg gesund.

Personen, die bereits einmal einen Herzinfarkt hatten oder anderswie gefährdet sind, sollten ihr Liebesleben auf jeden Fall mit einem Arzt absprechen. Für alle anderen gilt aber, dass Sex das Risiko auf einen Herzinfarktrisiko sogar senkt. Das liegt am ausgeschütteten Stickstoffmonoxid, das für die Erektion verantwortlich ist, aber auch Herz-Kreislaufkrankheiten vorbeugt. (Kzenon - Fotolia.com)

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