Schwanger: Zuckerersatz macht Nachwuchs übergewichtig

Bei Schwangerschaftsdiabetes greifen Sie am besten zur Wasserflasche. (Velimir - Fotolia.com)

Bei manchen Frauen entwickelt sich während der Schwangerschaft eine spezielle Form des Diabetes (Gestationsdiabetes). Doch in diesem Fall sollte beim Süßen von Speisen nicht auf Zuckerersatzstoffe zurückgegriffen werden.

Wenn Schwangerschaftsdiabetes auftritt, muss die werdende Mutter ihre Ernährung umstellen: Süßigkeiten, Weißmehlprodukte aber auch sehr zuckerhaltige Obstsorten sollten bis zur Geburt vermieden werden. Um nicht ganz auf Süßes verzichten zu müssen, greifen manche Betroffene zu künstlichen Zucker-Alternativen, wie sie etwa in "zuckerfreien" Light-Produkten verarbeitet werden. Diese können sich zum Beispiel hinter den Namen Aspartam, Acesulfam oder Saccharin verstecken.

Lieber gleich zur Wasserflasche greifen

In einer Studie von den amerikanischen National Institutes of Health wurden mehr als 900 Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes begleitet, bis ihr Nachwuchs 7 Jahre alt war. 9 Prozent der werdenden Mütter tranken zumindest ein künstlich gesüßtes Getränk am Tag. Dadurch riskierten sie ein erhöhtes Geburtsgewicht des Kindes – im Alter von 7 Jahren waren ihre Sprösslinge mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit übergewichtig oder adipös. Jene Frauen mit Gestationsdiabetes, die statt zu künstlich gesüßten Getränken gleich zur Wasserflasche griffen, konnten indes die Gesundheitsrisiken für ihre Kinder reduzieren.

Nicht besser als normaler Zucker

In der Studie gab es auch Frauen, die regelmäßig Getränke mit normalem Zucker konsumierten. Aber auch im Vergleich dazu zeigten die künstlichen Süßstoffe keinen Vorteil für die werdenden Mütter – das Risiko für Übergewicht beim Nachwuchs blieb gleich. Zuckerersatzstoffe stehen in Verdacht, die Zusammensetzung der Bakterien und Mikroben im Verdauungstrakt zu ändern. Dadurch wird dem Gehirn mitgeteilt, dass der Körper noch nicht satt ist. Das führt dazu, dass noch mehr Essen auf den Teller geladen wird.

Zuckerersatz generell in Verruf

Während das Konsumieren von zu viel Zucker als Verursacher von Übergewicht und Diabetes bekannt ist, kommen auch Light-Produkte nicht besser weg. Erste Studien zeigten bereits, dass die künstlichen Zucker-Alternativen ebenfalls Diabetes verursachen können. Mit ganz zuckerfreier Ernährung – wie beim Sugarfree-Trend – tun Sie Ihrem Körper aber auch nicht unbedingt Gutes, es gibt aber gesündere Zucker-Alternativen.

Quellen

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