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Warum macht Schlafmangel hungrig?

Fressattacke: Wenn wir müde sind, haben wir besonders viel Hunger. (Aarrttuurr - Fotolia.com)

Wenn wir richtig müde sind, können wir einem Snack kaum wiederstehen. Dieser Eindruck wird von einer neuen Studie bestätigt, die einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Hunger belegt.

Müdigkeit will kompensiert werden, denn schließlich muss der arbeitende Mensch funktionieren. Um wieder an Energie oder zumindest ein bisschen guter Laune zu gewinnen, greift der ein oder andere gerne zu einer eigentlich unnötigen Zwischenmahlzeit. Obwohl wir es besser wissen, können wir uns in diesen Situationen scheinbar gar nicht beherrschen. Wieso das so ist, das konnte nun an einer amerikanischen Universität geklärt werden. 

Cannabis-Klon

Forscher der University of Chicago konnten den Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Hunger wissenschaftlich belegen. Schuld an diesem Effekt ist der fast unaussprechliche Stoff Endocannabinoids 2-Arachidonylglycerol, gerne als 2-AG abgekürzt. Dieser wirkt tatsächlich ähnlich wie Cannabis, indem er unter anderem unsere Beweglichkeit und das Schmerzempfinden verringert.

Schwächere Selbstkontrolle

2-AG wird prinzipiell von unserem Körper produziert, die Dosis ist allerdings von unserem aktuellen Zustand abhängig. Die Forscher erkannten, dass er bei Müdigkeit besonders stark produziert wird. Da der Cannabis-Klon auch zu einer schwächeren Selbstkontrolle führt, kann der Mensch Essen einfach viel schlechter widerstehen. So kommt es, dass unser Appetit größer ist, wenn wir müde sind.

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