Beeinflusst Muttermilch Stoffwechsel von Babys vor Geburt?

Beeinflusst Muttermilch Stoffwechsel von Babys vor Geburt?: Mutter und Baby beim Stillen
Muttermilch ist die gesündeste und natürlichste Ernährung für Babys. (detailblick - Fotolia.com)
Die Zusammensetzung der Muttermilch ist für Neugeborene, die gestillt werden, wichtig. Ob Muttermilch aber auch schon Einfluss auf das ungeborene Baby ausüben könnte wird jetzt in einer Studie der Uni Graz untersucht.

Die sogenannten "Humanmilch Oligosaccharide" (HMO) stehen im Mittelpunkt der Untersuchung. Dabei handelt es sich um Mehrfachzucker, die schon während der Schwangerschaft in Blutkreislauf und Nabelschnurblut feststellbar sind. Sie finden sich auch in der Muttermilch und gelangen beim Stillen in den Körper des Säuglings. Konzentration und Zusammensetzung der Muttermilch sind genetisch bedingt. Verändert sie sich aber auch durch äußere Einflüsse, wie Ernährung oder Bewegung? Und gibt es einen Zusammenhang zwischen Muttermilch und dem Stoffwechsel des ungeborenen Kindes?

Stoffwechselerkrankungen sollen vorgebeugt werden

Durch diese Studie - vorerst soll das Blutserum von 100 Schwangeren untersucht werden - versucht das Forscherteam von der Medizinischen Universität Graz herauszufinden, wie die vorgeburtlichen HMO die mütterliche Gesundheit und jene des ungeborenen Babys beeinflusst. Besonderes Augenmerk gilt auch dem Zusammenhang zwischen der Muttermilch und der Stoffwechselbeschaffenheit des Neugeborenen.

In Abhängigkeit zu möglichen Umwelteinflüssen wollen die Forscher auch herausfinden, welches HMO-Profil nützlich sein kann, um Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen. Und wie man dieses Profil fördert, z.B. indem sich Schwangere und Stillende besonders ernähren.

Muttermilch - Gesund und reich an inhaltsstoffen

Muttmilch ist die - vor allem in den ersten 6 Lebensmonaten - gesündeste Ernährung für Säuglinge. Sie hilft dem Baby nicht nur zu wachsen, sondern fördert auch den Aufbau einer besonders innigen Beziehung zwischen beiden (Bonding). Zudem ist sie reich an Abwehrstoffen, beugt Allergien vor und unterstützt die gesunde Entwicklung von Gaumen und Kiefer. Muttermilch enthält:

Die Zusammensetzung der Muttermilch ist allerdings durch Ernährungs- und sonstige Konsumgewohnheiten bedingt. Nikotin und Alkohol etwa sollte während der Stillzeit gemieden werden, da sich diese Stoffe auch in der Muttermilch ablagern. Im Falle bestehender Infektionskrankheiten sollte hingegen gänzlich auf das Stillen verzichtet werden, da diese über den Stillvorgang an das Kind übertragen werden.

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  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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