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Neuer HPV-Impfstoff ist noch wirksamer

Mädchen wird geimpft
Für Buben und Mädchen zwischen 9 und 12 Jahren ist die HPV-Impfung kostenlos. (orilla - Fotolia.com)

Wiener Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der einer HPV-Infektion besser vorbeugen kann. So können durch HPV ausgelöste Folgen, wie z.B. Gebärmutterhalskrebs, noch effizienter  vermieden werden.

Der HP-Virus (Humane Papillomaviren) ist sexuell übertragbar. Im Körper führt er zu Zellveränderungen, die Krebs in Gebärmutter, Vagina und Anus auslösen können. Auch reguläre Warzen sind auf HPV zurückzuführen. Seit 2006 steht ein Impfstoff zu Verfügung, der in 70 % der Fälle vor einer Ansteckung mit dem Virus schützt. Er wird in Österreich allen Kindern von 9 bis 12 Jahren kostenlos angeboten. Ein Wiener Forscherteam hat den vorbeugenden Effekt der Impfung noch weiter verbessert: Die Impfung schützt jetzt 90 % aller Geimpften und deckt 9 statt nur 4 HP-Virus-Arten ab.

Per Impfung gegen Krebs

In 9 von 10 Fällen wird Gebärmutterhalskrebs durch eine HPV-Variante verursacht. Eine Impfung kann deshalb lebensrettend sein. In Österreich sterben derzeit noch 150 - 180 Patientinnen pro Jahr an Gebärmutterhalskrebs. Mit Hilfe des neuen Impfstoffes ließen sich demnach zukünftig geschätzt 120 Todesfälle pro Jahr vermeiden, wenn alle Mädchen und Buben (u.a. gegen Genitalwarzen) geimpft wären.

Aber auch andere Erkrankungen werden durch den Impfstoff vorgebeugt:

  • Tumoren im Mund- und Rachenraum (Virus-Übertragung bei Oral-Sex)
  • Genitalwarzen
  • Vaginal- und Analkrebs

Impfung ungefährlich und auch für Männer sinnvoll

Viele Eltern lassen ihre Töchter gegen HPV impfen, um Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen, entscheiden sich jedoch bei Söhnen gegen eine Impfung. Da die Immunisierung aber gegen viele verschiedene Erkrankungen schützt, können auch Männer direkt von ihr profitieren (u.a. Schutz vor Genitalwarzen). Zudem kann eine Impfung bei jungen Buben eine Übertragung des Virus auf ihre späteren Partnerinnen vermeiden, wodurch diese vor Gebärmutterhalskrebs geschützt sind.

Anfängliche Befürchtungen über mögliche Nebenwirkungen des Virus wurden wissenschaftlich widerlegt: So löst die HPV-Impfung weder MS (Multiple Sklerose) noch andere Nervenerkrankungen aus.

Quellen

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