Der ultimative Veggie-Burger - dank Pflanzenblut

Der ultimative Veggie-Burger – dank Pflanzenblut: Veganer Cheese Burger
Fleischnahe Produkte sollen Konsumenten zum Fleischverzicht anregen. (2014 Impossible Foods, Inc.)
Dass eine vegane Lebensweise nichts mit Verzicht auf Genuss zu tun hat, beweist nun ein Start-Up Unternehmen in Amerika. Ihm gelang es, einen veganen Burger herzustellen, der dank "Pflanzenblut" wie Fleisch schmeckt.

Das "Körndlfresser"-Image können Vegetarier und Veganer jetzt ablegen. "Veggie-Essen" wurde bisher eher mit einem sehr gesundheitsbetonten Lebensstil in Verbindung gebracht, doch nun darf Fast-Food auf dem Speiseplan stehen! Denn das Start-Up Unternehmen Impossible Foods gewann eine Substanz aus Pflanzen, die Molekülen aus roten Blutkörperchen ähnelt. Daher schmeckt es wie echtes Blut in Rind- oder Schweinefleisch. Das Unternehmen möchte mit dieser Initiative dazu anregen, seltener Fleisch zu konsumieren. Denn häufiges Fleisch-Essen wirkt sich auf die Umwelt negativer aus als der Besitz eines Autos.

Käse, Eier, Fleisch: Alles Vegan

Impossible Foods will nicht nur Burger-Laiben, sondern auch andere tierische Produkte auf rein pflanzlicher Basis nachahmen. Dabei geht es den Forschern, die in den Labors arbeiten, bewusst darum, pflanzliches Essen zu produzieren, das möglichst nahe an das tierischen Ursprungs herankommt. Nicht nur der Geschmack, sondern auch Beschaffenheit und Geruch sollen tierischen Produkten gleichen. Wer auf Fleisch und Co. verzichtet, weil er den Geschmack nicht mag, ist hier also fehl am Platz. Es geht schließlich nicht darum, auf gut Glück Tofu in Würstchen-Form zu pressen, wie bei vielen der Produkte, die derzeit im Supermarkt zu finden sind. Vielmehr möchten die Forscher tierische Lebensmittel auf einer molekularen Ebene erforschen und reproduzieren.

Fleischalternativen für eine nachhaltigere Welt

Die Motivation des Gründers von Impossible Foods besteht darin, eine nachhaltigere Alternative für die Tierhaltung zu schaffen. Schließlich verursacht die Haltung von Tieren zur Lebensmittelproduktion derzeit erschreckende 14,8 % der gesamten CO2 Menge, die wir als Menschheit produzieren, wie ein Bericht der UNO belegt. Gut schmeckende pflanzliche Alternativen zu tierischen Produkten zu schaffen, könnte also einen wichtigen Beitrag zu einer geringeren Abgasproduktion bedeuten. So könnten auch eingefleischte Fleischesser künftig zumindest ab und zu auf Steak und Co. verzichten. Denn bereits eine Reduktion des Fleischkonsums kann sich nachhaltig positiv auf die Umwelt auswirken.

20 Dollar pro Burger-Laibchen

Derzeit wird der Impossible Foods Burger jedoch noch nicht kommerziell produziert. Das liegt auch an dem (noch) sehr hohen Preis. Es müssen keine Rinder mehr großgezogen, geschlachtet und verarbeitet werden. Dafür fordert ein Burger-Laibchen jedoch kiloweise pflanzliches Eiweiß, das aus ganzen Pflanzen gewonnen werden muss. Um die veganen Echt-Fleisch-Burger in Fast-Food-Ketten verkaufen zu können, muss die Rezeptur also noch verändert werden, um den Preis zu senken.

Quellen

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