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5 häufige Ursachen für Beinprobleme

Wenn es den Beinen gut geht, geht es meistens auch ihren Besitzern gut. (monropic - Fotolia.com)

Von Kribbeln über Rötungen bis hin zu starken Schmerzen können uns unsere Beine ganz schön zu schaffen machen. Wir klären über 5 häufige Ursachen für Beinprobleme auf.

Um uns reibungslos durch den Alltag bewegen zu können, sind wir von der Gesundheit unserer Beine abhängig. Der unterste Teil unseres Körpers ist prinzipiell recht widerstandsfähig, manch eine Krankheit kann ihm aber doch ganz schön zusetzen. Ein Kribbeln, Entzündungen oder Schmerzen sind manchmal auch Anzeichen auf ein tiefer liegendes Problem. Das sind 5 häufige Ursachen für Beinprobleme:

Beinproblem 1: Restless Legs Syndrom

Die Symptome des Restless Legs Syndroms treten ausschließlich in Ruhepositionen, vor allem also beim Sitzen oder Liegen, auf. Betroffene haben mit schweren Missempfindungen in den Beinen zu kämpfen und berichten von einem schmerzhaften Brennen oder Kribbeln. Viele beschreiben ein Gefühl, als ob Ameisen über die Beine laufen würden.

Das Syndrom kann auf Nervenerkrankungen wie etwa Multiple Sklerose oder Parkinson hinweisen, aber auch eine behebbare Mangelerscheinung sein. In drei Viertel der Fälle tritt das Restless Legs Syndrom jedoch als Erbkrankheit auf und ist dann leider auch unheilbar. Vor allem beim Einschlafen ist es äußerst problematisch, oftmals helfen nur kurze Nachtspaziergänge. Medikamente können die Symptome zumindest lindern.

Beinproblem 2: pAVK - Schaufensterkrankheit

Da die periphere arterielle Verschlusskrankheit ein ziemlicher Zungenbrecher ist, einigt man sich in der Fachsprache meist auf die Abkürzung pAVK. Im Volksmund kennt man sie auch als Raucherbein oder Schaufensterkrankheit. Letztere Bezeichnung bezieht sich auf das auffälligste Symptom der Gefäße verengenden Durchblutungsstörung. Unter leichter Belastung - eben etwa beim Einkaufsbummel - kommt es zu krampfartigen Schmerzen in den Beinen.

Unbehandelt kann die pAVK in weiterer Folge zu chronischen Schmerzen sowie einem Absterben des Gewebes führen, die extremste Ausprägung sind schwarze Zehen. Die Schaufensterkrankheit tritt häufig in Kombination mit Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfetten auf. Auch bei Rauchern ist das Risiko stark erhöht. Neben einem Rauchstopp ist ein genereller Lebenswandel - mehr Sport, gesündere Ernährung - meistens die beste Therapie.

Beinproblem 3: Thrombose

Häufigstes Erstsymptom einer Thrombose ist ein unbestimmtes Schweregefühl in den Beinen, zu dem sich noch eine Schwellung, Überhitzung oder Blauverfärbung gesellen kann. Schuld für die Problematik ist ein Blutgerinnsel, das in die Blutbahn verschleppt wird. Mögliche Auslöser sind unter anderem die Schädigung der Gefäßwand durch einen Unfall oder eine Kombination von Anti-Baby-Pille und Tabakkonsum.

Wichtig ist wie so oft die rechtzeitige Diagnose, dann kommt es bei der Thrombose meistens zu keinen Komplikationen. Unbehandelt kann es allerdings zu Krampfadern oder in schlimmen Fällen sogar zu einer Lungenembolie kommen. Klassische Therapieform ist die medikamentöse Behandlung mit Heparin. Durch vieles Trinken, Verzicht auf Rauchen und Gewichtsreduktion kann außerdem das Risiko auf ein neuerliches Auftreten reduziert werden.

Beinproblem 4: Ischias

Der Ischiasnerv ist für das Funktionieren unseres Körperapparates von großer Bedeutung und macht dennoch oder gerade deswegen gerne Probleme. Der sowohl längste als auch dickste Nervenstrang im menschlichen Körper leitet über das Rückenmark hinweg Befehle vom Gehirn in den Unterkörper. Andersherum werden über den Nerv Empfindungen von den Beinen nach oben geleitet.

Als Ischias (auch Ischialgie oder Ischiasschmerzen genannt) werden jene Schmerzen bezeichnet, die sich von der Lendenwirbelsäule über das Gesäß bis hin zu den Beinen und sogar Füßen erstrecken können. Er kann in Folge eines Bandscheibenvorfalls auftreten, oft ist aber auch nur ein gereizter Nerv schuld am schmerzhaften Ziehen. Die Behandlung erfolgt je nach Ursache und kann von einer kurzen Wirbelsäulenentlastung bis hin zu langfristiger Physiotherapie reichen.

Beinproblem 5: Schleimbeutelentzündung

Schleimbeutel werden gerne als Stoßdämpfer bezeichnet, immerhin vermindern sie die Reibung an jenen Stellen, wo Gelenke starkem Druck ausgesetzt werden. Bei einseitigen Belastungen, etwa durch monotone körperliche Arbeit oder Sport kann es aber auch für unsere Stoßdämpfer zu viel werden. Eine Schleimbeutelentzündung kann verschiedene Gelenke treffen, Kniegelenke sind aber besonders häufig betroffen. Die Entzündung kann sich durch eine Schwellung, leichte Bewegungseinschränkung, stechende Schmerzen sowie geröteter Haut bemerkbar machen.

Als Folge von Sportbelastung - bei Fußballern ist eine Schleimbeutelentzündung am Knie häufig - reichen oft schon ein paar Tage Schonung, um das Problem wieder in den Griff zu bekommen. Ist die Entzündung hingegen Ausdruck einer anderen Erkrankung wie beispielsweise Arthritis oder Gicht, kann sich der Verlauf über 4 bis 6 Wochen ziehen. Schonung des Gelenks ist die beste Medizin, gegen akute Schmerzen helfen entzündungshemmende Medikamente oder das Auflegen von Eis.

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