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Was ist "Yogarexia"?

Dünne Frau macht Yoga
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Eine Essstörung sollte nicht hinter dem Deckmantel "Yoga" versteckt werden. (pressmaster / Fotolia)

Nicht zu Unrecht hält der Yoga-Trend nun bereits seit längerer Zeit an. Leider aber gibt es auch Menschen, die dahinter ihre Essstörung zu verstecken versuchen. Dieses Phänomen ist als "Yogarexia" bekannt.

Yoga ist ursprünglich eine aus Indien stammende philosophische Lehre, bei der sich Vertreter die Vereinigung von Körper und Geist zum Ziel setzen. In unseren Breitengraden sind vor allem die zahlreichen Übungen bekannt, die mit der Geisteshaltung einhergehen. So gibt es Techniken, die entspannen sollen, andere wiederum fördern die Konzentration und mittlerweile gibt es sogar Lachyoga. Leider hat sich in den vergangenen Jahren aber ein Trend durchgesetzt, der den Grundgedanken völlig fehlinterpretiert.

Yoga + anorexia

Der Begriff "Yogarexia" stellt sich aus Yoga und anorexia (engl. für Magersucht) zusammen. Damit wird jenes Phänomen bezeichnet, bei dem Essstörungen hinter dem Deckmantel des Yoga versteckt werden. Viele Menschen assoziieren Yoga mit einer gesunden Ernährungsweise und dem Mut zum Verzicht. Dadurch scheint es einleuchtend zu sein, die vermeintliche Magersucht lediglich als Auswuchs der philosophischen Haltung darzustellen. Insbesondere Frauen sollen Berichten zufolge von der Problematik immer öfter betroffen sein.

Bewusste Fehlinterpretation?

Dieses Bild beeinflusst auch manche Yoga-Trainerinnen, die in ihrer Branche oft nur dann eine Chance sehen, wenn sie sich an einem sehr schlanken Schönheitsideal orientieren. Yoga darf keinesfalls als Auslöser von Magersucht gesehen werden, vielmehr handelt es sich hier um eine Art bewusste Fehlinterpretation. Denn das Streben nach besonders niedrigem Körpergewicht entspricht nicht dem Grundgedanken der philosophischen Haltung.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


15.01.2016
QUELLEN
Yoga-Anatomie: Ihr Begleiter durch die Asanas, Bewegungen und Atemtechniken, L. Kaminoff, A. Matthews, Verlag Riva, 1. Auflage, München, 2013

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