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Was ist "Sporno"?

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Der Begriff Sporno steht auch für den Trend zu stark proportionierten Muskeln. (von Lieres / Fotolia)

Immer mehr Männer definieren sich über ihre Körpermaße und visieren dabei ein sehr muskulöses Ideal an. Dank einem kleinen Wortspiel wird dieser Trend als "Sporno" bezeichnet.

Von wegen Bikinifigur - der Körperwahn hat längst auch die Männer erreicht, die sich anders als die Frauen allerdings nicht über eine möglichst schlanke Figur definieren. Stattdessen soll es eine Mischung aus Sportler und Pornostar sein, "Sporno" eben. Bei Betreibern von Fitnesscentern sorgt der Trend für Euphorie, bei medizinischen Experten verhält es sich allerdings entschieden anders.

Neues Ideal für den Mann

Aus gesundheitlicher Sicht ist die "Sporno"-Bewegung durchaus bedenklich. Bereits seit geraumer Zeit wird die mediale Darstellung von Körperidealen kritisiert, da diese bei Mädchen zu Essstörungen führen könnten. Diese Problematik beschränkt sich nicht mehr länger auf das weibliche Geschlecht, der stählerne Körper bietet nun auch dem Mann ein schwer zu erreichendes Vorbild.

Adonis-Komplex

Der Fachausdruck für diesen Wahn heißt übrigens Adonis-Komplex. Dieser entsteht, wenn sich ein Mann für zu wenig muskulös hält und aus diesem Grund seinen Körper zu trainieren beginnt. Anders als das exzessive Abnehmen der Mädchen könnte das Training durchaus positive Auswirkungen haben, allerdings bestehen auch Gefahren. Dem Muskelaufbau zuliebe ernähren sich viele sehr extrem, immer mehr Männer entwickeln Essstörungen.

Krafttraining wird gelobt

Psychologen warnen vor einer weiteren, gesellschaftlich bedingten, Facette. Aufgrund der vielen Berichte über Magersucht wird starkes Abnehmen zumeist sehr kritisch beäugt, für Muskelaufbau hingegen erntet man eigentlich nur Komplimente. Wer bereits auf der Grenze zur Sucht zum Krafttraining steht, könnte durch diesen Zuspruch endgültig in die Abhängigkeit verfallen.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


03.07.2015
QUELLEN
Leitfaden Diagnostik und Therapie von Essstörungen von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (03.07.2015)

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