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Alter Mythos: Macht Radfahren wirklich impotent?

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Die richtige Sattelwahl ist wichtig, wenn das Radfahren nicht schmerzhaft werden soll. (Pixabay.com)

Radfahren wird von Medizinern und Umweltschützern gleichermaßen geschätzt. Doch was ist am Jahrzehnte alten Mythos dran, dass der Radsport zu Impotenz führen kann?

Irwin Goldstein, seines Zeichens ein aus Boston stammender Urologe, sorgte vor 20 Jahren mit einem gewagten Spruch für Aufsehen. "Es gibt nur zwei Sorten männlicher Radfahrer - die einen sind impotent, die anderen werden es" gab er damals zu Protokoll. Belege für diese These legte er keine vor, bis heute gibt es keine Studie, die seine Bedenken in diesem Ausmaß teilen würde.

Probleme vorprogrammiert?

Da regelmäßige Bewegung für das Funktionieren unseres Körpers enorm wichtig ist, wirkt sich im Regelfall auch Radfahren eigentlich nur positiv auf die Potenz aus. Beim Mann kann eine falsche Wahl oder Einstellung des Sattels dazu führen, dass dieser im Dammbereich zu kräftig auf die Prostata drückt. Ideal ist dies zwar nicht, nachhaltige Schäden sind davon aber keine zu erwarten. Die Behauptung, regelmäßige Radausflüge würden zwangsläufig zu Impotenz führen, ist daher ins Reich der Fabeln zu verweisen.

Auch Glück nötig

Unabhängig von der Sorge um die eigene Potenz, ist es für jeden Hobbyradler wichtig, den richtigen Sattel zu wählen. Somit können schmerzhafte Touren vermieden werden, außerdem verhindert man Fehlstellungen, die wiederum zu Rückenproblemen führen können. Dabei muss nicht zwangsläufig tief in die Geldbörse gegriffen werden, mit etwas Glück kann auch ein billiger Sattel genau das perfekte Modell sein.

Tipps beachten

Bei dieser Suche nach dem perfekten Sitz bedarf es manchmal einiger Versuche, Experten aus dem Fachhandel können helfen. Es gibt aber auch ein paar Tricks, die man bei der Einstellung beachten sollte:

  • Das Körpergewicht muss vor allem von den Beinen getragen werden
  • Die Knie dürfen nicht ganz durchgedrückt werden
  • Der Sattel sollte "flach" montiert werden, sprich die Spitze darf nicht nach oben zeigen

Potenz ungefährdet

Bleiben Probleme dennoch bestehen, kann man noch verschiedene Höheneinstellungen versuchen. Hilft all das nichts, ist für intensive Hobbyradsportler ein maßgeschneiderter Sattel wohl unumgänglich, die Kosten eines solchen betragen in etwa 300€. Gesäß und Rücken können durch "falsches" Radfahren also durchaus in Mitleidenschaft gezogen werden, am Impotenz-Mythos ist aber denkbar wenig dran.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


30.03.2017

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