×

Gelähmter kann dank Stammzellen Hand bewegen

Ein Leben im Rollstuhl
Diesen Artikel mit Freunden teilen
Querschnittslähmung gilt nach wie vor als unheilbar, in der Forschung gibt es aber Fortschritte. (antoniodiaz / Shutterstock.com)

Die Querschnittslähmung ist die vielleicht schwerwiegendste körperliche Beeinträchtigung und bis heute unheilbar. Immer wieder gibt es aber Teilerfolge, nun kann ein junger Mann zumindest seinen Arm wieder bewegen.

Am Ausgangspunkt eines Lebens im Rollstuhl steht in vielen Fällen ein Unfall. Kommt es zu einer Wirbelsäulenverletzung und in weiterer Folge zu einer akuten Schädigung des Rückenmarks, sind Nervenzellen am Ort der Verletzung zerstört. Dadurch können Befehle vom Gehirn nicht mehr an alle Bereiche des Körpers gesendet werden. Je nach Schwere und genauer Stelle des Schadens erfolgt die Querschnittslähmung - einfach ausgedrückt - ab Hals oder Hüfte abwärts.

Keine Heilung

Von einer inkompletten Querschnittslähmung spricht man, wenn gewisse Nervenbahnen nach wie vor funktionieren. Daher ist der endgültige Schweregrad der Behinderung zumeist nicht sofort festzustellen, einige Funktionen können manchmal im Laufe der ersten Monate wiedererlangt werden. In der Therapie gibt es mittlerweile zahlreiche Ansätze, eine Heilung im klassischen Sinne gibt es allerdings nach wie vor nicht.

Hoffnungsschimmer Stammzellen

Mut machen Betroffenen vor allem die Fortschritte in der Stammzellentherapie, nun kommt aus diesem Bereich eine hoffnungsvolle Meldung. Ein 21jähriger querschnittsgelähmter US-Amerikaner kann nach einer erfolgreichen Therapie seinen Arm wesentlich besser einsetzen als zuvor. Waren nach einem Autounfall Anfang des Jahres nur noch kleine Bewegungen möglich, kann er nun unter anderem wieder schreiben und selbständig essen.

Vorerst ein Einzelfall

Erreicht wurde diese Verbesserung mit Hilfe eines kryptisch AST-OPC1 getauften Wirkstoffs, der ihm injiziert wurde. Der Stoff besteht aus Zellen, die in Gehirn und Rückenmark für die Funktion der Nerven verantwortlich sind. Diese wiederum leiteten sich von embryonischen Stammzellen ab. Da jede Querschnittslähmung seine eigenen Hintergründe mitbringt, muss auch dieser Erfolg vorerst wohl als Einzelfall gesehen werden. Allerdings könnte sich damit eine weitere Maßnahme etablieren, die zumindest manchen Betroffenen weiterhilft.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


14.09.2016

Cookie-Informationen zu dieser Website


Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung von gesund.at, für nutzerfreundliche Features und Social-Media-Funktionen, um Zugriffe zu analysieren, relevante Inhalte vorzuschlagen und gemeinsam mit unseren Werbepartnern auf das Surfverhalten abgestimmte Werbeanzeigen einzublenden. Hier können Sie alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen:


oder weitere Informationen in unserer Cookie-Richtlinie einsehen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Informationen zu den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten und zur Ausübung des Widerrufs- oder Widerspruchsrechtes finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Bitte beachten Sie, dass manche Cookies für den reibungslosen Betrieb von gesund.at unerlässlich sind. Solange Sie zustimmungspflichte Cookies nicht akzeptiert haben, werden nur solche Cookies gesetzt, die erforderlich sind, um die reibungslose Nutzung von gesund.at zu ermöglichen. Diese dienen nicht dazu, personenbezogene Daten zu sammeln und werden von Ihrer Zustimmung unabhängig verwendet.