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Noch 42 Kilometer bis die Niere kaputt ist

Marathonläufer in Action
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Marathonläufe erfreuen sich nach wie vor großer Popularität. (Pixabay.com)

Die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen leiten nicht nur eine herrliche Jahreszeit ein, sondern bedeuten auch den Auftakt der Marathonsaison. Unsere Nieren aber leider unter dem extremen Ausdauersport.

Wenn Ende April tausende Sportbegeisterte beim Vienna City Marathon durch die österreichische Hauptstadt joggen, wird das mediale Interesse wie jedes Jahr groß sein. Für die Läufer selbst hat die Saison aber bereits Monate davor begonnen, denn die Vorbereitung auf das genau 42,195 Kilometer lange Rennen muss frühzeitig angegangen werden. Ob sich der Aufwand aus gesundheitlicher Sicht eigentlich lohnt, muss nun aber kritisch hinterfragt werden.

Drei Viertel mit Verletzungen

An der bekannten Universität Yale wollen Forscher nämlich die Bestätigung gefunden haben, dass ein Marathon zumindest kurzfristig unseren Nieren schadet. Schon vor 6 Jahren hatte eine Untersuchung ergeben, dass 40% der Marathonläufer unmittelbar nach getaner Arbeit leichte Nierenverletzungen aufweisen. In der aktuellen Studie wird die selbige Zahl sogar auf 75% geschätzt. Demzufolge hätte der extreme Ausdauerlauf einen ähnlichen Effekt auf die Nieren wie eine aufwendige Herz-Operation.

Keine Absage an Marathons

Verschiedene Umstände des Marathonlaufes - etwa auch Hitze und eine mögliche Dehydrierung - können unsere Nieren reizen, Hauptauslöser des Problems dürfte aber schlichtweg die körperliche Belastung sein. Die Ergebnisse sollten jedoch nicht zwingend als klare Absage an sämtliche Ausdauersportler gelesen werden. Immerhin gibt es bislang noch keine Anzeichen, dass eine Gefahr auf langfristige Nierenschädigungen bestehen könnte.

Gefährdete sollten aufpassen

So wollen auch die Studienautoren selbst ihre Arbeit keinesfalls als Aufforderung sehen, die Laufschuhe an den Nagel zu hängen. Es könnte aber eine Überlegung wert sein, sich auch nach Alternativen umzusehen und wenn möglich nicht alles auf die Karte Marathon zu setzen. Wirklich aufpassen müssen aber wohl nur jene, die prinzipiell ein höheres Risiko auf Nierenerkrankungen haben. Dies sind vor allem ältere Personen, Diabetiker und Menschen mit Bluthochdruck. Unabhängig von der Krankenakte gilt für alle Teilnehmer: Sowohl in der Vorbereitung als auch beim Lauf selbst ist ausreichendes Trinken essentiell.

Ohne Sport geht nichts!

Ob der Marathon aus reiner Gesundheitsperspektive eine sinnvolle Disziplin darstellt, wird bis auf weiteres Gegenstand von Untersuchungen bleiben. Vollkommen klar hingegen ist, dass Sport im Allgemeinen für das Funktionieren unseres Körpers praktisch unerlässlich ist. Bewegungsmangel wird mit dem Entwickeln zahlreicher gesundheitlicher Probleme in Verbindung gebracht. Herkömmliche Empfehlungen sprechen von 150 Minuten pro Woche als absolutes Minimum.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


31.03.2017

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